258 Deine Beziehung braucht eine Affäre – aber nicht mit einem anderen Menschen
Shownotes
Was passiert, wenn nicht mehr die Trennung, sondern das Wir im Mittelpunkt eurer Beziehung steht? Uli und Bernd Bott sprechen darüber, warum viele Paare unbewusst eine Affäre mit der Trennung führen, wie fehlendes Commitment die Partnerschaft beeinflusst und weshalb echte Verbindlichkeit so entscheidend ist. Sie zeigen, warum es in einer liebevollen Beziehung nicht darum geht, wer Recht hat oder wessen Bedürfnisse wichtiger sind, sondern darum, eine gemeinsame Perspektive zu entwickeln. Doch wie gelingt es, die eigene Sichtweise zu erweitern, den anderen wirklich zu verstehen und aus zwei unterschiedlichen Lebenswelten ein starkes Wir entstehen zu lassen? Eine inspirierende Folge über Partnerschaft, Vertrauen, Commitment und die besondere Magie einer Beziehung, in der beide gemeinsam den Himmel auf Erden erschaffen.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Also meine These ist ja, wir sollten uns in Affären verlieben.
00:00:04: Weil genau genommen hat jeder der in einer Beziehung isst ne Affäre?
00:00:09: Ja!
00:00:12: In einer von zwei Wegen.
00:00:15: Eines is eine Affäre die würden wir jetzt lieber nicht haben wollen und die andere die sorgt dafür dass man den Himmel auf Erden erlebt.
00:00:29: Am Ende des Tages geht es immer darum, dass jeder Einzelne und man als Paar sich entscheidet welche Affäre man denn jetzt leben will.
00:01:02: Also, die Inspiration für diese Podcast-Folge kam gestern aus unserem Call mit dem oder aus meinem Call mit unseren Coaching-Calljahr.
00:01:13: Mit unseren Practitioner Teilnehmern und da waren Pärchen ... total süß miteinander und haben schon riesen Schritte bei uns im Programm gemacht.
00:01:23: Also die wollten sich auch trennen, bevor sie mit uns geschatzt sind.
00:01:26: So muss man noch dazu sagen!
00:01:28: Und jetzt haben Sie so gesagt ja gerade rangeln wir wieder so miteinander... Es ist irgendwie so schwer und jeder kriegt mehr.
00:01:43: Man rechnet auf, wie soll ich das wieder machen?
00:01:47: Das kennen ja vielleicht viele.
00:01:50: Dass es in Partnerschaften leicht passiert, dass man miteinander ringt, kämpft und rangelt.
00:02:03: Dann haben wir ihren Blick gemeinsam auf die Positive.
00:02:08: Variante von Affäre gelegt.
00:02:11: Aber bevor wir das jetzt teilen, was es ist, würde ich noch mal auf die negative Art von Affere eingehen, die in jeder Beziehung existiert auch ohne dass einer fremd geht?
00:02:22: Ja weil das nämlich eine Affäre in Gedanken quasi.
00:02:29: Eine virtuelle Affäre und es geht nicht darum, dass du dir irgendjemand anderen vorstellst.
00:02:34: Nee.
00:02:35: Geht auch nicht drum, dass Du mit jemand anderem schreibst
00:02:38: Nee, es ist keine andere menschliche Person involviert.
00:02:42: Nee?
00:02:43: Ist auch nicht so, dass du irgendwelche ... Pfff!
00:02:46: ... Pronos schaust oder ... Nee, nee.
00:02:48: Also ... Nee überhaupt nicht auf der Ebene.
00:02:51: Und dich da in anderen Welten träumst gar nix davon.
00:02:56: Es is ...
00:02:57: Dö-dür-dü-dö...
00:03:00: Is die Affäre mit der Trennung.
00:03:04: Weil bei den meisten Paaren, und das kannst du für dich jetzt mal überprüfen, sitzt die Trennung permanent die ganze Zeit mit am Tisch.
00:03:14: Weil sie einfach so eine Option ist?
00:03:17: Genau!
00:03:18: Wir denken wir werden super fortschrittlich weil wir nicht mehr so festgelegt und festgefahren sind.
00:03:23: Sie sagen bis das tut uns scheidet uns
00:03:25: um.
00:03:26: Ja, nicht mehr dem Katholizismus da ergeben
00:03:28: sind... Das führt dazu, dass wir Beziehungen optional gemacht haben.
00:03:36: Ja
00:03:37: und dadurch sitzt die Trennung immer mit am Tisch.
00:03:39: Solang es als Optionen gibt hast du – und das haben dann meistens sogar beide eine Affäre mit der Trennung.
00:03:54: Und ich möchte da gern noch ein bisschen bleiben, weil das ist so dieses ... Wenn man diesen Gedanken denkt.
00:03:59: Na ja, wenn das nicht funktioniert, dann kann ich auch gehen oder ... Ich hatte eine Freundin früher schon Urlange her, die hat immer gesagt, sie muss das ... Sie hat da ein bisschen Geld von ihrer Mama geerbt oder da ein wenig Geld auf der Seite und es muss sie also aufsparen.
00:04:16: Das darf sie auf gar keinen Fall ausgeben!
00:04:18: Weil wenn sie sich mal trennt... muss sie in dem Haus, das sie auch geerbt hatte ... die Heizung renovieren.
00:04:26: Damit Sie da einziehen können?
00:04:28: Ja.
00:04:28: Das war immer so.
00:04:31: diese Option, also dieses Ich sorg schon mal dafür vor für den Fall, dass ich mal gehe und am Ende ist sie ja auch gegangen.
00:04:41: Also die Beziehung lebt schon lange nicht mehr.
00:04:45: Und immer wenn wir das so ... für möglich halten, dass wir uns trennen könnten.
00:04:50: Machen wir dafür der Trennung die Tür auf?
00:04:55: Ja und gleichzeitig nimmt es schon ein Stück Commitment wieder raus für den anderen.
00:05:04: Ja voll!
00:05:05: In dem Moment immer.
00:05:07: Weil ich kann ja in dem Moment wo ich sagen naja also jeder hat dann so eine interne Liste im Kopf bewusst oder unbewusst was ... dem anderen sozusagen durchgehen lässt, wo die Grenze ist.
00:05:26: Das ist dieses ... Da müssen wir unbedingt noch eine Podcastfolge dazu machen zu diesen.
00:05:29: Ich muss Grenzen setzen!
00:05:31: Da könnte ich im Strahl kotzen.
00:05:35: Aber das ist so dieses ... Wir haben quasi immer schon so ne Schattenmatrix im Kopf?
00:05:47: Ja, immer.
00:05:49: Wenn du einen Ausweg hast, wenn du einen Plan B hast.
00:05:55: Dann bist du nie hundert Prozent committed?
00:05:59: Ja und das ist vollkommen egal ob es dabei um die ein paar Beziehungen geht oder an welcher Stelle.
00:06:04: das ist weil Letztens hatten wir eine Challenge.
00:06:09: Dann hat mir eine Teilnehmerin geschrieben, dass sie nicht weiß, wie sie sich den Practitioner möglich machen kann und dann habe ich der was zurückgeschrieben.
00:06:20: Und dann hat sie gesagt ja entweder schafft sie es halt oder sie muss halt sparen und dann kommt sie halt irgendwann anders.
00:06:28: Das ist auch so etwas wo man sagt also Sie ist nicht davon ausgegangen, dass sie es schaffen wird.
00:06:35: Sondern sie hat gesagt, es gibt mehrere Optionen ... Wenn Option A nicht funktioniert, nehme ich Option B und damit machen wir uns an ganz vielen Stellen mit Dingen ab die wir eigentlich nicht haben
00:06:55: wollen.".
00:06:55: Weil wir nicht bereit sind, committed für die andere Sache zu gehen.
00:06:59: Oder wir befinden uns damit ab, dass wir das nicht kriegen, was wir haben wollen?
00:07:03: Ja genau!
00:07:05: Weil wir einfach den ganzen anderen Optionen geben und das machst du.
00:07:08: in vielen Momenten machen wir es nicht weil wenn du jetzt in deinem Wohnzimmer sitzt, du musst auf Toilette.
00:07:12: Das ist immer so ein geiles Beispiel.
00:07:14: Du musst auf toilette dann gehst dir ja auf Toillette Du gibst dir ja nicht einen Plan B. Also du gibst hier vielleicht mal den Plan B, ich warte jetzt noch fünf Minuten ...
00:07:22: Ich frag manchmal, ob du für mich gehen könntest?
00:07:24: Ja, aber das ist nicht ... Du hast ja keinen Ausweg!
00:07:29: Und das ist gleichzeitig, finde ich, man kann es noch näher an das Beziehungsthema ranholen weil bei den Kindern machen wir das
00:07:39: auch nicht.
00:07:41: Die wenigsten.
00:07:42: Niemand der uns zu hört sieht das als Option dass er seine Kinder verlässt,
00:07:49: freiwillig.
00:07:50: Oder die weggibt oder was?
00:07:52: Da schaffen wir diese Art von Verbindlichkeit und an vielen anderen Stellen eben nicht.
00:07:59: Wir haben festgestellt, der Berndt und ich, rückblickend ... Wir haben uns diesen Ausweg weggenommen und gesagt, wir kriegen das miteinander hin.
00:08:10: Und wir haben rückblickend verstanden, Am Ende der Grund dafür ist, dass wir heute nach einunddreißig Jahren noch zusammen sind und so glücklich miteinander sind.
00:08:21: Ja, das wollte ich gerade sagen.
00:08:21: Es geht ja nicht nur um noch zusammensinn, sondern wir sind ja glücklicher als wir vor einund dreißig Jahre waren.
00:08:26: Ich
00:08:26: wollte die einund dreizig Jahre platzieren, deshalb
00:08:28: habe ich das so gesagt.
00:08:29: Jedes
00:08:30: Jahr steckt sich das noch auf und wird schöner.
00:08:33: Und es ist nur passiert, weil wir uns aneinander reiben konnten ohne Angst zu haben, was der andere geht?
00:08:41: Genau.
00:08:41: Das ist ja auch das, warum mal sowas wie eine Pubertät bei Kindern aushält.
00:08:45: also wenn die so sagen scheiß Papa ihr mit eurem spießigen Leben oder was auch immer?
00:08:51: Oder halt ihr mit euren Hippie-Lebens eigentlich
00:08:54: egal
00:08:57: und das hältst du aus weil du weißt oder Die meisten denen ist klar okay ich war mal genauso es ist schon okay Das gehört dazu.
00:09:09: Ja oder was weiß ich, wenn so ein Säugling nachts immer schreit?
00:09:13: Das ist ja mit unter purer Horror aber du hältst es halt aus weil das gar nicht eine Option ist, es nicht auszuhalten.
00:09:22: und deshalb ... Das ist so wichtig, dass man die Affäre mit der Trennung beendet.
00:09:29: Dass man die Trennung vom Tisch schmeißt und nicht eine Dreiecks-Beziehung, wo die Tennung mit am Tisch sitzt.
00:09:39: Gleichzeitig ist ein Dreieck eine sehr stabile Konstruktion.
00:09:46: Ja, das stimmt!
00:09:49: Und ne Pyramide ist noch stabiler?
00:09:53: Ja...
00:09:57: Schmeißen wir die Trennung nicht nur einfach raus, ersatzlos.
00:10:02: Sondern wenn du eine richtig coole Beziehung haben willst dann gehst du in eine andere Affäre
00:10:09: ein.
00:10:11: Du setzt quasi an den dritten Punkt des Dreiecks, wenn du dir das so vorstellst was anderes?
00:10:18: Genau!
00:10:19: Nur was könnte es sein?
00:10:21: Nicht die Kinder
00:10:23: Nein, im Gotteswillen.
00:10:24: Das ist total gut, das ist fatal.
00:10:27: Das passiert manchmal aber sehr fatal.
00:10:30: Ja ... Auch keine dritten, vierten oder fünften Personen für
00:10:34: irgendwelche Polyamoren-Geschichten?
00:10:38: No worries!
00:10:39: Auf dem Weg sind wir nicht unterwegs.
00:10:41: Das was du an die Stelle setzt, wo vorher vielleicht die Trennung saßt, ist ... Das Wir.
00:10:53: Euer Wir Das ist das, was ich gestern mit dem Paar im Coaching hatte.
00:11:00: In dem Moment, wo die aufhören zu glauben der andere will ihnen was oder der andere kriegt so viel Zeit oder nimmt so viel Raum ein.
00:11:09: Oder dem seine Bedürfnisse sind wichtiger da sind die quasi jeder noch für sich und der eine schaut ist hier und also wir haben immer das Beispiel davon dass der eine ist gelb und der Andere blau.
00:11:23: und dann hat man so das Gefühl der andere Will jetzt dass du also der eine der Blaues will dich überpinseln dass du auch blau wirst oder du willst den anderen überpinseln, das er gelb wird und so.
00:11:34: Jeder ist in seiner Welt gefangen.
00:11:37: Aber genau genommen ist ja die Magie, die Beziehung bedeutet beginnt wenn du gelb und blau übereinander legst und wenn da quasi grün drauswird.
00:11:47: Und dieses Grün ist mehr als die Summe... ... der Einzelteile.
00:11:53: Und das ist das Wir, wenn wir uns... Also für uns bildlich ist es jetzt so dass wir zwar einzeln hier sitzen, der Bernd und ich aber eigentlich is da so ne Riesenkugel um uns rum und dies unser Wir.
00:12:10: In diesem Wir existiert jeder von uns natürlich noch individuell.
00:12:13: also es ist tatsächlich dieses Dreieck ja das darf man dabei.
00:12:16: manche haben ja dann Sorge sie würden sich auflösen.
00:12:18: das ist ja auch gar so ein ganz Und einer Trend, jeder muss für sich da individuell bleiben und so weiter.
00:12:23: Das passiert dabei nicht.
00:12:25: die Frage an der Stelle.
00:12:27: Es ist einfach so dass du anfängst die Perspektive des anderen einzunehmen... Aus einer Neugier daran, wie der andere auf die Welt schaut.
00:12:44: Wenn ich mir so vorstelle, da wäre eine Brücke zwischen uns und dann gehe ich da so auf die Brücke ... Du kommst von deiner Seite und wir treffen uns in der Mitte.
00:12:53: Und jetzt haben wir auf einmal Zugriff auf unser beider Lebenswelten!
00:12:58: Das hab ich gestern auch erzählt.
00:13:00: Was war so spannend?
00:13:01: Wir haben ja gerade vor ein paar Tagen neue ... unser Branding noch mal überarbeitet und haben so mit Farben neu ausgewählt.
00:13:14: Und es war so witzig, weil da waren grau ... Das sah für mich rosa aus und für dich grau!
00:13:21: Dann kam ein Champagner, das sah für dich rosa raus und für mich... Das war so spannend.
00:13:30: Ich habe mich dabei beobachtet, dass ich vor zwanzig Jahren, als wir die ersten Webseiten gemacht haben ... Hätte ich gesagt, das kann's ja nicht machen!
00:13:37: Es ist hier voll Rosa.
00:13:39: und hätte noch geglaubt, dass vielleicht mit deinen Augen was verkehrt ist, dass du jetzt nicht siehst, dass es Rosa ist?
00:13:50: Daweil ist es ja das Normalste von der Welt, Noch mal Welt, dass die Welt durch deine Augen anders aussieht als durch meine.
00:14:04: Und zwar zum Teil komplett anders?
00:14:06: Ja voll!
00:14:08: Komplett
00:14:08: anders.
00:14:09: Das ist mit jedem Menschen so.
00:14:10: Keiner hat die gleiche Wahrnehmung.
00:14:11: Es ist nur eine Idee, die wir haben.
00:14:13: Genau und das Wir entsteht wenn du anfängst Deine eigene Perspektive soweit zu erweitern möglichst nahe dahin kommst, die Welt aus der Perspektive des anderen zu betrachten.
00:14:35: Und ein erster Schritt dahin ist ja schon mal erst einmal zu akzeptieren, dass das andere sieht?
00:14:44: Ja beziehungsweise ... Das für den
00:14:46: anders aussieht oder?
00:14:48: Voll!
00:14:48: Ich finde halt, der erste Schritt ist wirklich einfach dieses Vier mit an den Tisch zu setzen und immer so sich quasi gedanklich darauf auszurichten, sagen okay wie anstatt und das ist meine Position.
00:15:03: Jetzt habe ich schon hundertmal gesagt so halt zu sagen ok was ist eigentlich also angenommen?
00:15:10: Ich hätte nicht recht.
00:15:13: welche andere Perspektive wäre noch möglich?
00:15:20: und damit machst du Deine eigene Welt weiter und der andere macht auch seine Welt weiter.
00:15:28: Und dann trefft ihr euch, dann entsteht zwischen euch sozusagen das Wir.
00:15:33: Dann habt ihr eine Affäre mit dem wir.
00:15:37: Dann wird euer Alltag besser und besser.
00:15:40: Ihr erschafft euch im wahrsten Sinne den Himmel auf Erden!
00:15:48: Vielen lieben Dank dir fürs Zuhören und Zuschauen.
00:15:50: Alles Liebe.
00:15:51: Bis
00:15:51: zum nächsten Mal.
00:15:52: Tschüss.
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