255 Dein Kind kann etwas, das du längst verlernt hast!
Shownotes
Was können wir von unseren Kindern lernen, und was haben sie uns voraus, das wir als Erwachsene oft längst verlernt haben? In dieser Folge des Gemecker Podcasts sprechen Uli und Bernd Bott darüber, warum Rollenspiele für Kinder so viel mehr sind als bloßes Spielen und weshalb es so wichtig ist, die kindliche Fantasie zu verstehen und zu schützen. Du erfährst, welche vier Entwicklungsstufen des Rollenspiels es gibt, woran du erkennst, in welcher Phase sich dein Kind gerade befindet, und warum es entscheidend ist, jede dieser Stufen wertzuschätzen, statt das Spiel unbewusst zu unterbrechen oder zu verändern. Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung unserer Kinder, sondern auch um uns Erwachsene: Warum fällt es uns oft so schwer, uns in andere Rollen hineinzuversetzen, neue Möglichkeiten zu denken und uns ein Leben jenseits unserer bisherigen Vorstellungen auszumalen? Uli und Bernd zeigen anhand persönlicher Erfahrungen aus ihrem Familienalltag, wie Kinder spielerisch neue Identitäten entdecken und welche wertvolle Fähigkeit wir uns von ihnen abschauen können. Eine Folge über kindliche Entwicklung, liebevolle Beziehungen in der Familie, die Bedeutung von Fantasie und die Frage, wie wir unseren Kindern helfen können, sich ihre spielerische Freiheit zu bewahren, während wir selbst wieder lernen, offener und freier zu denken.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wir haben ja heute ein geiles Thema, wo es mal wieder darum geht was wir eigentlich von unseren Kindern lernen beziehungsweise wieder neu lernen können.
00:00:10: Weil genau genommen sind die Genius und wir sind so gefordert das Genie in unseren Kindern besser zu entdecken besser zu verstehen, warum Kinder wann was wie tun.
00:00:27: Um das auch schützen zu können und gleichzeitig die Einladung diese Fähigkeit für dich selber wiederzuentdecken.
00:00:39: Hallo und herzlich willkommen
00:00:41: hier beim Gemäckerfreipodcast dem
00:00:42: Podcast für liebevolle Beziehungen
00:00:44: in der Familie
00:00:45: als Paar
00:00:46: und mit dir selbst.
00:00:47: Wir sind Uli und Bernd Bott
00:00:48: Wir sind die Gründer von Gemäckervrei.
00:00:50: Eltern von vier Kindern.
00:00:51: Spiegel-Bestsellerautoren
00:00:53: und freuen uns, dass du hier bist!
00:00:55: Yes!
00:00:56: Und heute geht's um Rollenspiele.
00:01:00: Ja, um Rollenspiele nicht wie du jetzt denkst...
00:01:05: Also um kindliche Rollenspieler bzw.
00:01:08: was Kinder eigentlich lernen beim Rollenspiele Spielen und warum das für uns Erwachsene auch eine total erstrebenswerte Fähigkeit ist, immer noch Rollenspiele spielen zu können oder es wiederzuerwerben?
00:01:23: Ja!
00:01:24: Und es gibt ja da so ne ganz geile... also ich weiß noch wie ich das das erste Mal von dir damals gehört hab.
00:01:32: Diese vier Stufen, die es da gibt sind vier.
00:01:34: Ja genau!
00:01:35: Und das ist total cool weil das eigentlich so logisch ist und wenn man dann Kinder beobachtet und das weiß auf jeden Fall, dann geht einem so in Licht auf.
00:01:44: Ah ja genau deshalb und so.
00:01:46: Das ist faszinierend finde ich.
00:01:48: ein faszinerendes Thema also auch von der Theorie her schon.
00:01:51: Ein sehr faszinenes Thema und gleichzeitig so wichtig dass wir uns da wieder Das, was wir dann noch reden wollen, auch wieder lernen als Erwachsene.
00:02:02: Genau.
00:02:03: Es gibt ja ... Vor Kurzem gab's schon ein YouTube-Video, das hat den Titel wie du das Spiel deiner Kinder zerstörst.
00:02:10: Da hab ich über diese Rollenspielentwicklungsstufen gesprochen.
00:02:15: Deshalb machen wir das hier nur noch kurz oder einen anderen Ansatz als beim letzten Mal.
00:02:22: Aber wichtig ist einfach zu wissen, dass quasi sich Rollenspiel entwickelt.
00:02:29: Also üblicherweise kennen wir von Kindern ja Rollenspiele.
00:02:33: wenn die dann so ... Stell dir vor ich wär der Feuerwehrmann und du bist der Olaf Und ich hätte die Kreissäge und du hättest die Schere und also die Rettungsschere.
00:02:47: Du
00:02:47: fährst das Auto und ich kann fliegen.
00:02:51: Oder wenn ich jetzt an unsere Kinder zurückdenke, wie die mich geholt ist, finde ich es bis heute eine der besten Geschichten von denen.
00:02:59: Deshalb teile ich sie hier mal noch einmal, weil ich sie wirklich einfach so großartig finde.
00:03:04: Da hat einer unserer Söhne mit zwei seiner Freundinnen, die waren am Spielen und dann kamen die zu mir gelaufen haben gesagt Sie brauchen also Kerzen Und ich so, wofür braucht ihr Kerzen?
00:03:18: Sie wollen Heißluftballon fliegen.
00:03:20: Dann sag ich so ja eh okay gut also hier Kerzen lass mal gucken wo wollt ihr wie wollt ihr weil das ist so ne so vier fünfjährige Kinderfeuer und dann haben die dann.
00:03:31: dann sollte ich zum.
00:03:32: dann hatten sie den Schlitten als es war mit einem Sommer.
00:03:35: die haben sich den Schliten geholt die haben an den schlitten Plastiktüten mit Sand drin geknotet mit Schnur also so als Gewichtssäcke als Ballast hatten sich... drei Regenschirme als Heißluftballonschirm sozusagen aufgespannt.
00:03:54: Und wollten jetzt, dass wir die Saßen zu dritt auf dem Schlitten ... Das war eigentlich nicht so ein großer Schlitten!
00:04:03: Weil jetzt war noch der Plan, sie haben irgendwie noch zwischen ihre Beine an die Kerzen gestellt, also so Teelichter in Gläsern, damit das dann quasi ... Dann sind die Heiß-Luftballon damit geflogen.
00:04:17: Ja, haben Sie das gemacht?
00:04:22: Wir haben von mir Kerzen gekriegt.
00:04:23: Ich bin mit dem kleinen Bruder dran gestanden und wir haben zugeguckt und darauf aufgepasst, dass nichts passiert.
00:04:28: Aber ich hatte Ihre Kerzen und sind Heißluftballon geflogen durch die Welt wie auch immer bis sie irgendwann wieder gelandet sind und dann war das Spiel zu Ende.
00:04:38: Das ist ja das was wir üblicherweise als Rollenspiel kennen.
00:04:45: Bis Kinder aber diese Art von Rollenspiel spielen können, vergehen halt ein paar Jahre.
00:04:51: Und gleichzeitig fangen eigentlich schon eineinhalbjährige Kinder an erste Formen von Rollenziel zu spielen und die erste Stufe ist einfach das Nachahmungsspiel.
00:05:03: Das ist noch keine Handlung, sondern da ist es nur ... Also eine Handlung ist ja ne Abfolge von verschiedenen Dingen.
00:05:10: Da unterscheidet man das hier in der Stelle?
00:05:12: Eine Handlung
00:05:12: im Sinne einer Geschichte
00:05:13: quasi, dass meint
00:05:14: ihr jetzt mit Handlungen eher so.
00:05:16: Ja also zum Beispiel wenn das Kind dir Spielzeugkaffee bringt dann ist das ein Nachahmungsspiel weil das macht nur eine Sache.
00:05:29: oder die Puppe stillen.
00:05:34: Das Auto hin und herfahren ist eine Handlung.
00:05:37: Aber es ist noch keine Nachahmung, keine Tätigkeit.
00:05:41: Eine Handlung wird
00:05:42: z.B.,
00:05:43: wenn du dann eine Garage baust aus Bauglötzen ... Und das Kind fährt das Auto in die Garage.
00:05:51: Da fängt es schon an, dass es eine Geschichte wird.
00:05:54: oder deshalb funktioniert das zum Beispiel am Anfang auch nicht.
00:05:57: Wenn du zu dem Kind sagst, du hättest genug Milch in den Kaffee Das geht noch nicht.
00:06:06: Wenn die Puppe gestillt wird oder die Flasche kriegt, kann sie nicht gleichzeitig schlafen gelegt werden.
00:06:15: Im Nachahmungsspiel ist es nur eine Tätigkeit, die nachgeahmt
00:06:19: wird.
00:06:20: Deswegen ist es oft nicht leicht damit zu machen ... Man kann eigentlich gar nicht mitmachen.
00:06:25: Es geht nicht!
00:06:25: Man ist nur, wenn man jetzt den Kaffee gebracht hat... ...nur der Statist halt.
00:06:29: Du kriegst so den Koffe und sagst oh danke oder du solltest ihn vielleicht noch trinken.
00:06:32: Nee, das eben noch nicht mal.
00:06:34: Weil in der Nachahmung ist
00:06:35: es nur gebracht!
00:06:38: Und da geht's eben auch darum ... Das Spiel auch so wertzuschätzen, dass man dann eben nicht sagt, kann ich noch Milch oder ich will noch ein Kaffee?
00:06:47: Weil das Kind kann das noch gar nicht.
00:06:49: Aber dann in der nächsten Stufe, wenn's in die zweite Stufe geht, dann ist es das einfache Rollenspiel und jetzt wirds eine Handlung.
00:06:58: Jetzt passiert es, jetzt kriegst du den Kaffeesprach Dann sollst du ihn trinken oder dann kannst du sagen, gib mir mal Milch.
00:07:05: Oder kann ich noch ein Stück Kuchen dazu?
00:07:06: Ja genau!
00:07:07: Und dann ist das Kind ja auch so bisschen in der Lage... Das schon aufzunehmen?
00:07:13: Nein, es kann noch nicht mit dir spielen.
00:07:15: Es kann nur verschiedene Tätigkeiten aneinanderhängen.
00:07:22: Wenn du eine Garage hinbaust für die Autos, dann kann das Kind mit dem Auto in die Garage fahren und das da parken oder ... Zum Beispiel im Sandkasten, Sandkuchenbacken und den Ausstellen.
00:07:37: Im Sinne von hier kann man den kaufen.
00:07:40: Aber es ist noch kein soziales Rollenspiel.
00:07:42: Das Kind spielt immer noch alleine!
00:07:46: Ja, also du hast auch keine Chance jetzt da dich wirklich in das Spiel mit reinzubegeben.
00:07:53: Genau und dann macht man oft eigentlich einen Fehler wenn man es versucht oder damit das Kind rausreißt aus dieser Welt.
00:07:59: Ich hatte nämlich zum Beispiel eine so eine Situation auch mit demselben Sohn von dem ich gerade schon erzählte als der ein Jahr alt war wollte habe ich so gedacht, da war er, es war unser drittes Kind exklusiv Zeit mit einem Kind zu haben.
00:08:15: Dann hatte ich das den einen Nachmittag, die anderen Kinder waren beschäftigt und dann ist er immer nur mit so einem Spielzeugauto am Sandkastenrand hin- und hergefahren.
00:08:24: Es war gerade seine Stehhöhe also Laufhöhe wo er da so lang laufen konnte Und es war genau ein Nachahmungsspiel und ich habe versucht dann Rollenspiel drauszumachen weil ich das vielleicht in dem Moment noch gar nicht wusste.
00:08:34: Ich weiß es nicht mehr aber jedenfalls Das ist noch kein auch des erste.
00:08:40: einfache Rollenspielen Ist noch kein Soziales-Miteinanderspiel, Kind spielt alleine.
00:08:48: Und dann in der nächsten Stufe wird das einfache soziale Rollenspiel.
00:08:55: Das ist das Spiel, wo die Kinder anfangen, dass mehrere Menschen zusammenspielen.
00:09:03: Da gibt es das erste Mal verschiedene Rollen, die auch definiert werden.
00:09:08: Du bist der Hund und ich bin das Herrchen!
00:09:11: Genau, so klassisch oder pferd.
00:09:14: Oder du bist die Mama und ich bin der Papa und die Puppe ist das Kind.
00:09:20: Wichtig, und das war das Thema von dem anderen Video, das wir gemacht hatten, dass in diesem Spiel, wenn es mal losgelaufen ist, können noch keine weiteren Rollen entstehen.
00:09:30: Das finde ich so faszinierend!
00:09:32: Wie viele Missverständnisse damit aus der Welt geräumt werden würden?
00:09:37: Wenn das alle Eltern wüssten.
00:09:39: ... Ein einfaches soziales Rollenspiel spielen, dass die nur das Spiel spielen können.
00:09:46: Dass sie am Anfang definiert haben zu spielen.
00:09:50: und egal wer noch dazu kommt der kann nicht mehr Teil dieses Spiels werden weil keine neue Rolle entstehen kann.
00:09:57: in erfolge würde eben das spiel kaputt gehen.
00:09:59: aber da gibt es eben das ganze andere video drüber.
00:10:02: so und erst wenn die Kinder das können dann entsteht als nächstes dieses richtig klassische Rollenspiel.
00:10:10: Man nennt es dann in diesem Entwicklungsmodell, das geht auf Rose Götte übrigens zurück.
00:10:15: Die hat da gesagt, dass ist das gehobene soziale Rollenspielen.
00:10:19: Das ist dieses.
00:10:20: und stell dir vor ich wäre du wärst wir würden und wir täten im Spiel können neue Rollen entstehen.
00:10:28: Und ist es da wo eigentlich dieses ganz lange Wo die Vorplanung meistens viel länger ist, als es tatsächliche spielt.
00:10:38: Ich kann mich erinnern, die sind da so in den Zimmer gesessen und du hast dich diskutiert
00:10:42: gehören.
00:10:42: Du bist
00:10:43: das und du machst jenes und du machst solches!
00:10:45: Und wenn es dann soweit war, dann war das in fünf Minuten durchs Umgefühlt.
00:10:48: Ja, du hast dann irgendwann wieder hingegangen und sagst ja was?
00:10:50: Was macht ihr denn?
00:10:51: Ich dachte ihr spielt das und das ist ja schon fertig.
00:10:53: Schon
00:10:53: fertig.
00:10:54: aber die Aushandlungsphase also des Drehbuchschreien quasi im dem Sinne des Drebuche ausdiskutieren, das hat viel länger ... Das hab ich im echten Film auch, aber das hat wie in echten Filmen, also in echte Filme Quatsch, aber... auch faszinierend, weil das für uns Erwachsene ja auch total ... nicht immer so verständlich ist.
00:11:12: Es ist
00:11:12: einfach ein ganz anderer Ansatz, für uns Erwachsene wäre quasi das Aushandeln der Rollen nur das Mittel zum Zweck und für die Kinder ist das Aushandeln der Rollen eigentlich der Spielinhalt.
00:11:25: Das ist auch bisschen die Prozess- und Ergebnisorientierung.
00:11:28: Weil wir Erwachsener oft auf's Ergebnis hinzielen ... Und die Kinder an dieser Stelle sind es geht halt nur um sich in die Rolle hineinversetzen, tun als ob Und das schon mal gedanklich durchspielen.
00:11:45: Der Rest ist dann nur noch so ein Fingerschnips und das ist aber eigentlich genau das, was es ja auch für uns Erwachsene so relevant macht.
00:11:53: weil ne also wir hatten eine Freundin von uns zum Beispiel die hat uns das von sich mal erzählt dass sie gesagt haben wollte ich halt gerne ein Porsche haben.
00:12:06: Also kann man ja Porsche mögen oder nicht mögen, sehr egal sie mochte halt Porsche.
00:12:10: Ich finde es ist auch unbequem aber erwurscht.
00:12:13: Sie wollte halt einen Porsche haben und dann hat sie schon so lange davon geträumten Porsche zu haben dass der Moment als sie den dann tatsächlich hatte der war halt gar nicht so spektakulär wie sie sich das die ganze Zeit vorgestellt hat weil sie in ihren Gedanken den Porsche ja schon längst gehabt hat.
00:12:29: Das ist genau das gleiche.
00:12:32: Ja, es kann ja manchmal sogar dazu führen, dass man wenn's dann möglich ist das gar nicht mehr haben will.
00:12:36: Selbst das kann passieren.
00:12:38: Und ... Das Spannende ist ja bei was machen die Kinder denn?
00:12:42: Wenn die so drüber erinnern bist du der Feuerwehrmann blablabla und du kannst dieses oder wenn sie jetzt in irgendwelche Superhelfen oder was weiß ich, du kannst das und jenes und ich kann dies und solches usw.
00:12:52: Da erschaffen die ja eine Identität für sich.
00:12:57: in ihrer Fantasie.
00:12:58: Die
00:12:58: gehen in eine andere Rolle, um dadurch eine andere Identität für sich zu erschaffen.
00:13:05: Genau und das ist ja das was wir als Erwachsene meistens nicht mehr können.
00:13:11: Ja
00:13:12: also so einfach nur wenn es so einfach wäre aber das einfach in den Gedanken zu erschaffen?
00:13:23: Das ist total lustig, weil ich hab letztens in einem Call mit unseren Teilnehmern ging's genau um diese Thematik.
00:13:32: Und dann hab ich gesagt, stell dir halt mal vor oder fang doch mal an, dir vorzustellen du wärst die Geißens!
00:13:38: So und dann ... Dann kam so totaler Wiederwille und so.
00:13:44: So hab ich gedacht, das ist genau geil!
00:13:47: Das ist eine Fähigkeit ... Man kann von den Geistens halten was man will.
00:13:51: Es geht nur darum, mal aus dem Vertrauten-Umfeld herauszutreten und eine andere Sichtweise auf die Welt zu adaptieren.
00:14:07: Sich vorzustellen, wie würde ich denn heute handeln?
00:14:10: Wie wäre ich heute, wenn ich eben ... Stinkreich wär.
00:14:17: Wenn ich total armen wär.
00:14:20: Es geht überhaupt nicht.
00:14:22: Wenn's
00:14:22: total sportlich
00:14:24: wäre.
00:14:24: Wenn
00:14:24: es nicht aufgehört hätte, Tennis zu spielen oder Gitarre zu lernen und was auch immer.
00:14:29: Wie
00:14:29: wär ich heute mit Model-Wärts zum Beispiel?
00:14:33: Also das ist dieses ganze ... Stell dir vor, ich wäre und du wärst.
00:14:38: Und wir wären und würden usw.
00:14:40: Das ist dieses ... Was Kinder damit machen?
00:14:44: Die testen Identitäten an!
00:14:47: Genau.
00:14:47: Wir probieren das mal so aus.
00:14:53: Weil die noch nicht diese Trennung machen, die wir fälschlicherweise tun zwischen unserer im Moment wahrgenommenen Realität und der Realität in unserem Kopf.
00:15:03: Ja.
00:15:04: Weil im Wahrheit ja wahrgenommene Realität auch nur.
00:15:09: Das letzte Satz hat einer gesagt, das sind einfach nur paar elektrische Signale in deinem Kopf und dass die in meinem Anderssehen wie in deinm ist vollkommen logisch.
00:15:15: Also das Einzige was logisch ist es, dass wir alles komplett unterschiedlich wahrnehmen in Wahrheit und dass wir überhaupt nicht wissen ob's wirklich da ist oder nicht.
00:15:22: aber deswegen ist es ja auch egal ob es etwas isst wenn ich die Augen zumache und ich sehe was anderes ich stelle mir einfach was anderes vor dann ist es genauso real wie wenn ich den Augen offen habe.
00:15:34: Das Wichtige ist ja jetzt auch aus dieser ganzen Kausalitätsprinzip Denkweise.
00:15:42: oder wenn es um Manifestieren geht, dann sagt man da ja auch du erschaffst alles immer zweimal einmal vor deinem geistigen Auge und einmal in deiner tatsächlich erlebten Realität.
00:15:54: Und das kennt vielleicht jeder der Schwanger werden wollte.
00:15:59: Da hast du dir schon vorgestellt, wie das wäre ein Kind zu haben bevor du schwanger gewesen bist oder am Anfang wenn du schwinger bist und ich meine da ist halt so'n Krümel in deinem Bauch.
00:16:09: ja dann hast du die schon vor gestellt wie es sein wird wenn das Baby auf der Welt ist.
00:16:15: also das sind ja auch diese was wäre wenn Spiele?
00:16:19: Also da spielen wir dieses Rollenspiel weil uns das irgendwie noch... Das scheint uns irgendwie greifbar oder so an vielen anderen Stellen.
00:16:27: Das tun wir eben nicht mehr und begrenzen uns damit.
00:16:31: Und tackern uns in unserer aktuellen Realität fest!
00:16:35: Ja, weil wir aus diversen Gründen glauben, dass bestimmte Dinge einfach jetzt so sind wie sie sind... ...und für
00:16:41: immer zu bleiben?
00:16:42: Genau ich habe jetzt hier ein Haus gebaut, ich wohne jetzt da.
00:16:45: Wie hat mein Kunde, der hat gesagt ja man wird mich später mit den Füßen voraus heraustragen
00:16:51: also... Ja genau, aber das ist total... Ich
00:16:52: bleib hier leben bis ich sterbe.
00:16:55: Ja, warum sollte man so was sagen?
00:16:57: Warum sollte man sowas entscheiden?
00:16:59: Kann man ja natürlich machen.
00:17:00: Darum geht es nicht.
00:17:01: Es geht nur darum ... Ich muss ja nicht mit vierzig sagen, was mit siebzig ist.
00:17:05: Das ist genau das.
00:17:10: Weil dich das ja auch wieder festhackert, weil dann heißt okay ich kann mich gar nicht mehr verändern.
00:17:14: Was ist denn wenn es mir irgendwann zu blöd ist hier?
00:17:18: Wenn ich jetzt von dem Haus ausgehen würde oder Wohnung oder was auch immer.
00:17:21: Oder wenn ich einen anderen Job haben will... Ich wohne
00:17:24: anders leben will, wenn ich doch ans Meer will oder in die Berge will oder was weiß ich
00:17:28: Ja und halt so diese.
00:17:30: also wir schränken uns halt so ein weil wir diese Fähigkeit verlernt haben und dadurch nicht mehr in der Lage sind, so fluid zu sein dass wir ständig andere Dinge gedanklich erleben können.
00:17:48: Ja, das ist das Geile.
00:17:51: also wenn ich jetzt schon manche denken höre quasi die sagen ja aber wie soll es denn gehen?
00:17:56: Und ich kann ja nicht einfach ... Also, jetzt nehm ich mal das ans Meerwohnen.
00:18:00: Ist ja so ein klassischer Ammerwohnend an's Meer ziehen?
00:18:02: Ich kann mich gar nicht entscheiden!
00:18:03: Ja,
00:18:03: hab es gemerkt schon.
00:18:05: Also nehmen wir mal das Beispiel am Meerwohnen.
00:18:08: Das haben wir jetzt schon relativ viele vor mir aus, wenn du gerne mal in Norwegen oder irgendwo anders in den Bergen wohnen willst, ist auch egal.
00:18:16: Gibt ja schon viele Menschen die sagen, das wäre irgendwie schon geil.
00:18:19: Oder finde ich schon toll.
00:18:20: Oder im Urlaub sag' ich will eigentlich nicht mehr heim.
00:18:24: Und... Jetzt halt nichts zu denken.
00:18:26: naja Aber wie soll das gehen?
00:18:28: Sondern das, was ja diese Kinder machen.
00:18:31: Die sagen einfach nur okay du bist jetzt Superman, du kannst jetzt fliegen, du bist der blabberbar und so weiter.
00:18:36: Wir nehmen
00:18:37: eine Insularation.
00:18:38: Genau also völlig jeglicher empfundenen Erwachsenen-Realität losgelöst.
00:18:45: Nehmen die einfach das worauf, was sie gerade geil finden.
00:18:48: Ja... Das hat überhaupt nichts mit Machbarkeit zu tun.
00:18:58: Sondern es ist einfach ... Die träumen sich da rein?
00:19:02: Genau,
00:19:02: die träumen sie da rein!
00:19:04: Und wenn man das macht, egal ob man sich beibehält oder später wieder lernt und das wirklich intensiv durchzieht, dann werden diese Dinge auch Realität ohne dass du ... Aber nicht aus dem, nicht eben von unten angefangen sondern halt von oben.
00:19:28: Also du weißt halt das und dass so will ich gerne, dass es wird, so träumig mit ist, so bin ich dann, so fühlt sich das an und die Schritte dahin ergeben sich dann.
00:19:38: Manchmal muss man schon auch aktiv einen Schritt tun aber auf einmal sind auch die Möglichkeiten da, die man vorher nicht sieht.
00:19:46: Wenn man sie vorher nicht zieht wenn du nicht das Ziel hast Nicht diese Identität verändern, dann öffnen sich die Räume
00:19:55: nicht.
00:19:56: Was total wichtig ist, dass wir als Eltern verstehen, das Rollenspiel der Kinder ist einfach das Wichtigste kindliche Spiel und wir sind gefordert dieses Spiel zu beschützen.
00:20:09: Das bedeutet ... Fangen an zu erkennen, in welcher Stufe der Rollenspielentwicklung befindet sich dein Kind gerade.
00:20:16: Und das erkennst du daran wie es spielt?
00:20:19: Weil dann werden wir immer wieder gefragt, wie ist das mit dem Alter?
00:20:22: und so weiter.
00:20:22: Natürlich gibt's da grobe Richtlinien aber gleichzeitig machts viel mehr Sinn deinen Kind zu beobachten um zu erkennen wie es grade spielt.
00:20:31: Dann weißt Du, in welche Stufe es grade ist und jede Stufe halt zu würdigen und wertzuschätzen eben im Nachahmungsspiel nicht darum da zu versuchen, da eine Handlung drauszumachen.
00:20:43: Im ersten einfachen Rollenspiel nicht zu versuchen ein soziales Rollenspielt daraus zu machen, sondern in der Stufe zu würdigen, in der es gerade da ist und dann eben die Räume offen zu lassen, dass Kinder auch wenn sie sechs, sieben, acht, neun, zehn Jahre alt sind immer noch sich dieses Rollenspiele spielen behalten und bewahren.
00:21:10: in dem wir sie damit ernst nehmen und nicht immer sagen, hohoho.
00:21:13: Weil ich hätte der auch sagen können, ihr könnt keinen Heißluftballon fahren und ihr kriegt keine Kerze.
00:21:17: Und überhaupt ist das sowieso totaler Quatsch!
00:21:20: Was ich halt gemacht habe in dem Moment, dass ich das gewürdigt hab und mich an dem Spiel gefreut hab.
00:21:27: Das ist das was wir als Eltern einfach tun müssen, damit unsere Kinder diese Fähigkeit bewahren.
00:21:33: Dann wünsche ich dir, dass du die Fähigkeiten für dich wiederentwickelst.
00:21:37: In diesem Sinne vielen Dank fürs Zuschauen und Suche.
00:21:40: Alles Liebe,
00:21:41: bis zum nächsten Mal!
00:21:42: Tschüss.
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