251 „Jetzt zieh das durch!“ – Der Denkfehler hinter dem Dranbleiben

Shownotes

Was passiert eigentlich, wenn wir von unseren Kindern ständig erwarten, dass sie funktionieren? In dieser Folge des #gemeckerfrei® Podcasts schauen wir genauer hin, was hinter Sätzen wie „Stell dich nicht so an“, „Mach doch einfach“ oder „Andere können es doch auch“ steckt und welchen Einfluss unsere eigene Haltung auf unsere Kinder haben kann. Wir sprechen darüber, warum wir als Eltern oft gelernt haben, über die eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Körpersignale hinwegzugehen, woran du im Alltag erkennen kannst, dass du gegen dich selbst handelst, und weshalb Lebendigkeit, Begeisterung und Kreativität etwas anderes sind als bloßes Funktionieren. Außerdem geht es darum, warum Kindheit eine Zeit des Ausprobierens sein darf, weshalb ein Kind nicht automatisch weitermachen muss, nur weil es einmal mit einem Hobby, Sport oder Instrument angefangen hat, und welche Rolle Begeisterung beim Dranbleiben spielt. Die Folge lädt dazu ein, den eigenen Alltag und die Erwartungen an Kinder einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten und genauer hinzuschauen, was Kinder wirklich brauchen, um sich auszuprobieren, ihre eigenen Interessen zu entdecken und dabei lebendig zu bleiben.

Folge uns: 👉 Instagram: https://instagram.com/gemeckerfrei 👉 Facebook: https://facebook.com/groups/gemeckerfrei 👉 YouTube: https://www.youtube.com/@gemeckerfrei?sub_confirmation=1

Transkript anzeigen

00:00:00: Jetzt stell dich nicht so an.

00:00:01: Habt dich nicht, macht doch einfach

00:00:02: ... Komm jetzt mach mal hin.

00:00:05: André könnt es auch!

00:00:06: Ja eben Hallo und herzlich willkommen

00:00:12: hier beim Gemäckerfrei Podcast.

00:00:14: Wir sind Uli und Bernd Eltern von vier Kindern und die Gründer von gemäcker frei

00:00:18: Und bei uns lernst du wer Eltern sein heute wirklich geht?

00:00:21: ja wir haben dir schon ein paar Sätze hier hingeknallt.

00:00:27: Wir wollen uns heute angucken, was wir in unseren Kindern anrichten.

00:00:32: Wenn wir solche Sätze sagen oder auch nur denken.

00:00:37: Weil so oft erwarten wir von Kindern das sie funktionieren und da steckt ja dahinter dass wir selber so unter Druck stehen als Eltern Dass wir denken die Welt funktioniert wenn wir funktionieren oder die Welt funktioniert, nur wenn wir functionieren.

00:01:01: Und dabei geht uns ja was ganz Wichtiges verloren?

00:01:06: Ja weil wir werden einfach tot also sind nicht mehr lebendig dann.

00:01:11: Wir machen ständig Dinge und das kannst du für dich mal überprüfen.

00:01:16: viele Menschen tun ständig dinge die ihn eigentlich nicht entsprechen.

00:01:23: tun sie also ein Wahrheit gegen sich selbst.

00:01:27: Ja, und die meisten merken es noch nicht mal?

00:01:33: Nee, weil Sie eigentlich ... Weil Sie genau durch diese Sätze gelernt haben...

00:01:38: Dass das keine Rolle spielt!

00:01:40: Ja oder dass das der richtige Weg ist, dass es notwendig ist, über sich drüber zu gehen.

00:01:47: Über das was man eigentlich fühlt oder denkt oder was der Körper vielleicht auch signalisiert.

00:01:52: Weil das ist das, wo wir jetzt erst mal hinmüssen zu sagen.

00:01:57: Woran merkt man es denn eigentlich?

00:02:01: Dass das mal Dinge tut, die einem nicht entsprechen.

00:02:05: Wie oft... Also was weiß ich, bist du auf so'n Elternabend und sitzt auf so einen kleinen Stühlchen und denkst dir einfach von Minute einzig will hier weg und bleibst aber trotzdem sitzen oder ... unterhält sich mit der Nachbarin und eigentlich sträubt sich alles in dir, weil du denkst also behalt dein Drama doch für dich.

00:02:32: oder wem soll das jetzt helfen?

00:02:34: Dass du hier über die Politik schimpfst.

00:02:37: Keine Ahnung!

00:02:39: Und aus Höflichkeit hört man halt irgendwie trotzdem zu.

00:02:46: Aus Höfigkeit oder weil man halt gelernt hat dass man das so tut

00:02:49: Ja genau voll Oder keine Ahnung.

00:02:56: machst irgendwas im... Also Machst irgendwas im Haushalt und findest das halt eigentlich total ... Entschuldigung für das Wort zum Reiern.

00:03:07: Und machst es irgendwie trotzdem, weil du denkst, du müsstest das tun?

00:03:13: Also was wenn wir einfach mal, wenn wir mal anfangen würden, zumindest schonmal eine Strichliste zu machen mit allen Dingen die wir so im Alltag tun, nicht gerne tun.

00:03:36: Das wäre was, was du dir schon mal mitnehmen könntest.

00:03:38: So ein erstes Ding zu sagen, wo im Alltag arbeite ich eigentlich gegen mich?

00:03:45: Weil ich Dinge tue, die mir keine Freude machen und ich höre schon den Stummenaufschrei von den Zuhörern weil ...

00:03:55: Aber man muss doch manche Dinge einfach machen.

00:03:57: Wer macht's denn dann?

00:03:58: Das Leben ist kein Ponyhof!

00:04:00: Er

00:04:00: bringt die Windeln in die Mülltonner.

00:04:03: wenn nicht ich

00:04:04: Ja.

00:04:05: Und bei manchen Sachen stimmt es schon, also ich würde jetzt mal sagen wir haben in unserem Leben auch so vielleicht drei bis fünf Prozent Dinge die wir halt tun weil sie halt getan werden müssen

00:04:23: ja

00:04:23: aber Das sind halt drei bis fünf Prozent.

00:04:26: Es sollte nicht mehr sein.

00:04:28: Total wenig, ja?

00:04:29: Ja.

00:04:30: Also was weiß ich ... Wenn ich ... Ich hatte es beim Kaffee- trinken vorhin, wo ich gesagt hab, wenn ich einmal in der Woche die Lebensmittelbestellung durchhabt, dass das hier hergeliefert wird, dann dauert so eine Stunde oder so.

00:04:43: und wenn ich das gemacht habe, schlage ich gefühlt drei Kreuze, dass der Quatsch wieder vorbei ist, weil das mir jetzt nicht so unfassbar viel Freude macht.

00:04:53: eben, also nur um das sich jetzt keiner aufregen muss.

00:04:56: Dass er nicht geht und so weiter.

00:04:58: Also klar ein paar Sachen wird man wieder mal machen müssen.

00:05:03: Wir bringen auch immer wieder mal selber Müll raus oder so weil es halt voll ist.

00:05:06: Das ist ja voll kommunikal.

00:05:08: Nur die Frage ist ja was für eine grundsätzliche Haltung hast du dazu?

00:05:13: Und welche Haltung willst Du ja dann auch deinen Kindern mitgeben?

00:05:17: Und wir empfehlen da jetzt mal bei sich selber erstmal anzufangen noch viel mehr als durch das, was du zu deinen Kindern sagst.

00:05:23: Lernen deine Kinder ja durch das ,was du ihnen vormachst, vorlebst und deswegen halt die Idee okay überlegt doch mal oder schreibt dir doch mal auf, was Du so machst und was davon entspricht ihr eigentlich nicht?

00:05:38: Ja und weil es geht da also unserer Meinung nach geht's darum diese Sensibilität wiederzuentwickeln dass man überhaupt merkt Der Körper sagt einem das total genau, dass du zum Beispiel bist du auf einmal ... Da muss ich schon gähnen.

00:05:58: Wenn du in Situationen bist, in denen du nicht unbedingt sein möchtest, dann wirst du vielleicht müde und musst dauernd gähnern oder ... Du

00:06:13: bist unkonzentriert.

00:06:17: Oder was weiß ich, du bist vielleicht so eine Freundin mit der du dich früher total gut verstanden hast und danach verabschiedet ihr euch und du hast nur das ... Du hast schon währenddessen das Gefühl, es ist irgendwie anstrengend.

00:06:32: Und merkst so anschließend ... Also irgendwie ist die Zeit kaum rumgegangen und so.

00:06:37: Es war irgendwie zäh, wo du halt einfach im Körper merkst.

00:06:43: Das matcht grade nicht!

00:06:45: Genau ich kenne es bei mir, da geht mir die Fähigkeit zuzuhören.

00:06:49: vorbei.

00:06:49: Ja,

00:06:49: du schaltest aus!

00:06:50: Ich

00:06:51: bin immer so dann nicht mehr ... Oh Scheiße, was hab ich jetzt gesagt?

00:06:55: Wenn ich neben dem Bären sitze und die Situation sind in denen wir jetzt gerade nicht weg können, da habe ich immer das Ding, ich muss ihm an die Seite hauen, dass er wieder aufwacht.

00:07:03: Man kann es nicht, ich merke das oft erst sehr spät, dass das gerade wieder präsiert ist.

00:07:08: Und dann muss man ihn ja so zurückholen um überlegen.

00:07:13: Aber eigentlich signalisiert der Körper das ganz gut Und diese Fähigkeit gilt für uns Erwachsene wieder zu trainieren, also die wiederzuerlernen.

00:07:25: Das haben wir halt mit so setzen wie wenn unsere Eltern zu uns gesagt haben jetzt ist doch nicht so tragisch.

00:07:31: und jetzt stell dich nicht an und einmal in der Woche kannst du schon zu Tante Erna gehen und so ja?

00:07:40: Da hast du selber gelernt über dich hinwegzugehen und zu funktionieren.

00:07:46: nur ... Und jetzt geht's darum, das wieder zu verlernen.

00:07:51: Dass du aufhörst zu funktionieren ... Weil es ist der erste Schritt, den es braucht, dass du von deinen Kindern nicht erwartest, dass sie anfangen zu funktionierend.

00:08:03: Ja.

00:08:03: Du musst ja erst in deinem System das so umstellen, dass man glaubt, dass die Welt funktioniert ohne dass du funktionierst!

00:08:17: Und ...

00:08:19: und Stotter, Stottern.

00:08:21: Ich glaube wir sind da gerade gesellschaftlich gesehen auch an einem Wendepunkt.

00:08:27: Weil diese ganzen Chops die wir machen in denen wir nur funktionieren wird AI einfach besser können als wir.

00:08:39: Die kann noch besser funktionieren weil

00:08:43: sie hat ja keinen schlechten Tag.

00:08:44: Genau,

00:08:45: so ein

00:08:45: Roboter hat ja keinen schlechten Tag.

00:08:48: Der kann einfach vierundzwanzig sieben durch rotieren sozusagen und wir Menschen halt nicht.

00:08:55: aber was wir haben ist Begeisterungsfähigkeit, Lebendlichkeit und Kreativität.

00:09:01: Aber das kommt nur zum Tragen wenn wir aufhören zu funktionieren.

00:09:09: Nur noch zu funktionieren ist der Killer für jede Kreativität, für jede Lebendigkeit.

00:09:14: Ja und ich mein ja jetzt kannst du vielleicht sagen weil der Bernd das gerade so anklingen hat lassen vorher wir bringen auch mal manchmal selber den Müll raus.

00:09:23: Das ist natürlich haben wir uns heute ein Leben kreiert wo wir nur noch Ich habe ein, zwei Dinge in der Woche unter einem Essen bestellen und noch vielleicht eine Sache.

00:09:35: In einer Woche, die ich zu tun hab, die mich nicht mit Lebendigkeit erfüllen.

00:09:40: Und also nicht per se.

00:09:42: Das ist ja selbst so.

00:09:43: das, wenn ich dieses Essen bestell, dass ich dankbar dafür bin, dass sich das jetzt wieder bestellen kann.

00:09:47: Dass ich es schon wieder schiffte.

00:09:49: Aber natürlich haben wir heute einen Leben ... wo die Dinge, die uns wenig lebendig fühlen lassen oder weniger lebendigt fühlen als andere Dinge.

00:10:02: Wo wir sie nicht mehr selber tun sondern dafür Menschen bezahlen.

00:10:07: weil wir wissen wenn wir unsere Zeit dafür investieren Die Dinge zu tun die uns maximal lebendige fühlen Lassen dass das ein win-win für alle Beteiligten ist.

00:10:18: allein dass wir jetzt hier den podcast aufnehmen können bedeutet ja dass wir Das ist jetzt eine halbe Stunde, während wir hier sitzen.

00:10:28: Was aufvorbereiten und so weiter was da sonst alles dazugehört.

00:10:32: aber das ist die Zeit, die wir dafür investieren Und in derzeit können wir nichts anderes machen weil du Zeit halt immer nur einmal benutzen kannst.

00:10:44: Ja und Du musst halt die Entscheidungen treffen.

00:10:47: was macht dich?

00:10:49: lässt sich lebendig fühlen?

00:10:52: Was musst du abstoßen, damit du möglichst viel Zeit am Tag Dinge tun kannst, die dich lebendig füllen lassen?

00:10:59: Weil diese Lebendigkeit ist auch der Wartetreiber für Effizienz.

00:11:03: Wenn mich unsere Kinder oder wenn mich ein Mitarbeiter fragt wie kann ich denn produktiver sein, wie kann sich das ganz einfach?

00:11:10: Lass den ganzen Scheiß weg!

00:11:12: Ja.

00:11:12: Lass alles weg was dir nicht gefällt.

00:11:15: überleg wie du das out sourcing kannst automatisieren kannst an KI abgeben, was an dummen Tätigkeiten quasi ist.

00:11:27: Um da hinzukommen, dass jeder wirklich Dinge tun kann, die ihn ständig mit Begeisterung erfüllen oder mit Lebendigkeit.

00:11:36: Da kommen wir auch zu einer anderen Folge dazu, weil dadurch natürlich auch die Anforderungen immer wieder steigen.

00:11:41: Das hat man in einer der letzten Folgen.

00:11:44: Auch die muss immer wiedersteigen und dann macht es Spaß.

00:11:50: Was so.

00:11:52: ein zweiter Aspekt, auf den wir noch gerne in dieser Folge eingehen wollten, haben wir ja so in der Vorbereitung drüber gesprochen.

00:12:00: Ist das wie oft zu unseren Kindern Sätze sagen wird stelle ich nicht an oder jetzt macht es doch einfach?

00:12:08: Oder was weiß ich?

00:12:09: gerade wenn Kinder Dinge ... verändern wollen.

00:12:15: Also jetzt, was weiß ich?

00:12:16: Das Kind hat angefangen, Gitarre zu spielen und auf einmal hat es keine Lust mehr.

00:12:22: oder es fängt an mit irgendeinem Sporthandball oder Schwimmen und dann ein paar Wochen später hat's keine Lust meer.

00:12:29: Willst du da nicht mehr hin?

00:12:30: Jetzt kann das natürlich mit Anforderungen und Fähigkeiten zu tun haben.

00:12:34: Hör die dazu, Folge die passende dazu an, wir können sie gerne verlinken.

00:12:38: Aber gleichzeitig kann es eben auch sein, dass das Kind oder sehen wir Kindheit als eine Phase wo man Dinge ausprobiert?

00:12:48: Ja

00:12:49: genau!

00:12:50: Wo man experimentiert.

00:12:52: Dazu gehört auch mal vier Wochen Handball spielen und merken, das gefällt mir nicht.

00:12:57: Du hast gesagt, eigentlich ist das ganze Leben lang so, dass man immer Dinge ausprobiert?

00:13:02: Das Einzige, was sich verändert, ist der Zeitraum.

00:13:07: Weil natürlich ... Ein fünfjähriges Kind sind ja vier Wochen ein viel längerer Zeitraum als jetzt für uns.

00:13:17: Und deshalb, wenn wir halt jetzt zum Beispiel sagen okay was weiß ich?

00:13:21: Wir probieren jetzt ...

00:13:22: Paddelspielen

00:13:23: haben wir doch jetzt neulich angefangen.

00:13:25: vor einigen Wochen oder so haben wir angefangen paddels zu spielen.

00:13:28: also das ist halt was.

00:13:32: dann.

00:13:33: wo Ist jetzt gerade schon ein schweres Beispiel für mich.

00:13:37: Weil uns das ja so viel Spaß macht, dass wir es weiter machen?

00:13:39: Ja natürlich macht's so'n Spaß aber wir wissen halt... Es ist vollkommen egal, dass am Anfang immer nur einen Ball übers Netz kriegen und dann weiß er wieder Gott wo weil der nächste nicht trifft oder so.

00:13:49: So schlimm war's jetzt gar nicht!

00:13:49: Aber selbst wenns so gewesen wäre, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass sie sagen okay im Prinzip finde ich das irgendwie cool.

00:13:56: Wenn ich einmal an den Ball treffe bin ich gleich hier, hier, her.

00:13:58: Und dann weiß ich aus der Lebenserfahrung raus, wenn ich das jetzt ein paar Mal mache dann werde ich auch öfter einen Ball treffen.

00:14:07: Ja, das stimmt!

00:14:08: Das

00:14:08: wissen ja Kinder oft noch nicht

00:14:10: so.

00:14:10: Es ist für Kinder

00:14:11: einfach schwer.

00:14:11: Klar weil sie die Erfahrung noch nicht haben und gleichzeitig wo ich noch ein bisschen drauf hinaus wollte und ich hoffe... Ich krieg den Punkt noch ... Wenn ein Kind was drei Wochen ausprobiert und dann sagt, macht mir keinen Spaß.

00:14:26: Ist vielleicht so wie wenn wir drei Monate oder einen halben Jahr was ausprobieren.

00:14:33: Wir haben aber oft an Kinder die Erwartung, dass sie das jetzt mal mindestens ... Du hast gesagt du willst Handball spielen?

00:14:40: Ich hab dich da angemeldet und es ist schon bezahlt.

00:14:42: Jetzt geht er auch hin.

00:14:44: Anstatt zu sagen, kein Problem, haste ausprobierend probiert, hat dir nicht Freude gemacht.

00:14:48: Was magst du als Nächstes ausprobiere?

00:14:50: Ja, und

00:14:51: ich weiß schon wieder bei Musikinstrumenten

00:14:53: usw.,

00:14:54: dann hat man ein Musikinstrumental gekauft.

00:14:55: Muss man heute alles nicht mehr kaufen?

00:14:57: Man kann das leihen und so weiter.

00:14:58: also würde ich auch immer empfehlen weil sowas ja hatte ich auch schon früher dann immer für so.

00:15:02: damals gab es noch nicht.

00:15:03: Aber ich weiß jetzt,

00:15:04: dass ich noch musiklierer

00:15:05: war.

00:15:05: Das war jetzt doch nicht so unbedingt gleich damals.

00:15:07: Ich habe dann selber schon Gitarren verliehen und so weit.

00:15:09: aber inzwischen gibt's ja auch wirklich... fast überall Möglichkeiten, wo man sich alles auch ausleihen kann.

00:15:15: Ja

00:15:16: und selbst sonst verkauft man es halt irgendwo wieder oder verschenkt?

00:15:20: Also ich meine nur dass wir mal da kurz drüber sprechen wenn du dein Kind dahin treibst und bänzt und jede Woche da das Schieß und das Geschrei hast.

00:15:32: Das kostet doch so viel Nerven und das ist doch sowas Icklhaftes.

00:15:37: also das ist mit keinem Geld der Welt aufzunehmen.

00:15:42: Vor allen Dingen die Zeit, die vergeudete Zeit.

00:15:45: Und

00:15:45: die

00:15:46: Nichtlebendigkeit!

00:15:46: Genau weil das ja nicht nur bei deinem Kind dazu führt dass es sich nicht lebendig fühlt sondern bei dir ja auch jeden Ärger den du hast.

00:15:54: Ärgereis garantiert immer das Antiding von Lebendigkeit.

00:15:58: also Wut kann manchmal auch lebendigt sein.

00:16:00: das ist vielleicht noch mal was anderes aber das ist jetzt auch eine eigene Folge.

00:16:07: Aber Ärger in deiner Familie ist immer eine Verschwendung von Zeit.

00:16:12: Und eigentlich ist Wichtige in dieser Folge eben auch, dass was Zeit für einen Wert hat wie du ja vorhin gesagt hast.

00:16:18: Du hast halt jede Sekunde nur einmal im Leben und deswegen solltest du die nicht vergeuden.

00:16:26: Ja, und wenn du dir halt die andere Folge von uns ... Die Zufähigkeit und Anforderung.

00:16:31: Wenn du dir auch anhörst mit dieser Folge zusammen, glaub ich kann schon so ein Bild entstehen dass du rausfinden kannst hat das Kind hier jetzt gerade wirklich keine Freude dran weil es halt einfach nicht Science ist.

00:16:45: also Ich weiß zum Beispiel als wir relativ frisch zusammen waren habe ich ja auch mal dann probiert Gitarre zu lernen.

00:16:55: Das war halt echt einfach ... Ich würde jetzt sagen, das ist nicht für mich gemacht.

00:17:02: Es gibt Millionen anderer Dinge in denen werde ich schneller besser als beim Gitarre spielen.

00:17:11: Da hätte ich richtig viel Einsatz gebraucht und es war natürlich auch wieder so.

00:17:18: War hatte ich dich ja als Vorbild sozusagen und du konntest es einfach.

00:17:21: Es hat mich halt super demotiviert, aber na also weil ... Manche von euch sagen dann, wie finde ich raus?

00:17:29: Ob das Kind wirklich keine Freude daran hat oder ob es nur gerade schwer ist und da durch muss.

00:17:37: Wenn du die andere Folge noch anhörst zusammen mit dieser Folge kannst, glaub ich ein gutes Gefühl dafür bekommen.

00:17:44: Ich würde grundsätzlich erst mal davon ausgehen, dass Kindheit eine Phase ist in der man Dinge ausprobiert.

00:17:50: Und wenn das Kind was für sich gefunden hat, was es begeistert, wird es da auch dranbleiben.

00:17:56: Und wo wirst du das?

00:17:57: in dem Moment, in dem das Kind das erste Mal was findet?

00:18:00: Was ist begeistert?

00:18:02: Wirst du merken, was der Unterschied ist?

00:18:04: Ja

00:18:05: und dann kann... also für viele ist ja der gute Gedanke hinter dem Na jetzt hast du's angefangen, jetzt machst du weiter dem Kind dranbleibend beizubringen.

00:18:16: aber dranbleibt funktioniert in Wahrheit nur mit Begeisterung.

00:18:19: also richtiges dran bleiben und das muss niemand lernen.

00:18:23: Wenn ein Kind was richtig cool findet, dann macht es das die ganze Zeit.

00:18:27: Du hast

00:18:27: ja auf allem getrommelt als Kind?

00:18:29: Ja!

00:18:30: Als Schlagzeuger, ne?

00:18:32: Noch bevor du ein Schlagzeuge hattest, ist auf allen getrummelt.

00:18:34: Ich habe schon irgendwelche gebaut aus allem Möglichen, was daheim zu finden

00:18:37: war.

00:18:37: Und ich hab ja als Kind oder ... früher Teenager angefangen, Bandmünden zu spielen.

00:18:44: Und da war es ja zum Beispiel so ... Da hat der Trainer immer gesagt, dass ich das ... Ich hätte so einen wahnsinnigen Ehrgeiz, weil ich wär eigentlich nicht besonders gut.

00:18:53: Das hat er zu meiner Mama gesagt und da war's aber genauso.

00:18:57: Weil mir das so'n Spaß gemacht hat, hab ich mich da wirklich durchgebissen.

00:19:06: Wenn dein Kind so was gefunden hat, was es begeistert ... Dann wirst du das bemerken.

00:19:14: Und solange du das nicht bemerkt hast, ist es noch nicht das gewesen.

00:19:19: Dann geht's halt einfach nur darum zu gucken, was willst als Nächstes ausprobieren?

00:19:23: Genau und was dabei noch voll wichtig ist für Eltern fällt mir jetzt gerade noch ein.

00:19:27: da gibt's nämlich noch zwei sehr gute Beispiele dazu.

00:19:30: Es ist dann auch vollkommen egal, weil das gerade wieder ein Trainer das gesagt hat.

00:19:33: Ist vollkommenegal ob das Kind darin schon gut ist oder nicht.

00:19:37: Ed Sheeran spielt selber immer wieder eine Aufnahme vor wo er als Jugendlicher singt.

00:19:41: da zieht es dir alle Zähne gelaufen.

00:19:43: Furchtbar!

00:19:44: Da trifft der kein Thron gar nix.

00:19:46: Und Oliver Kahn war ja genauso.

00:19:48: Der war überhaupt nicht der beste Torwart, das war richtig schwer bis er in eine gescheite Mannschaft gekommen ist und so weiter ... Aber der Franz hat halt das so geil gefunden, dass er einfach immer besser werden wollte.

00:19:59: dann.

00:19:59: Ja, und dass er halt eine solche Päschen da reingelegt?

00:20:03: Ja!

00:20:03: Einfach

00:20:03: nur die Päsche rein gelegt.

00:20:04: Ich bin der garantierte untralentierteste Torwart der jemals in der Bundesliga gespielt hat.

00:20:09: So ungefähr.

00:20:09: Wenn ich mich richtig erinnere.

00:20:11: Aber wirklich so... Dem haben sie damals bei was weiß ich wobei das Kaiserslaut.

00:20:15: Keine Ahnung.

00:20:15: Fußball-Fan.

00:20:17: Irgendwas mit Kaffee.

00:20:20: Nicht der SFZ-Kollens, war schon da unten.

00:20:23: Genau.

00:20:25: War einfach nicht ... Hat keiner gesagt, er ist besonders talentiert oder so?

00:20:29: Aber der fand's halt geil!

00:20:30: Er hat es immer gemacht.

00:20:33: Und wie gesagt, das Wichtige ist, wenn dein Kind für was begeistert ist, dann merkst du das.

00:20:40: und solange du das nicht merkst, erlaub ihm doch mach ihn doch.

00:20:43: ergeben ihm doch die Möglichkeit, sich auszuprobieren.

00:20:47: Immer und immer wieder.

00:20:48: Es sind ja eh so wenig Räume in der heutigen Kindheit, wo Kinder sich ausprobieren können und wo sie nicht funktionieren müssen.

00:20:57: Und gleichzeitig wünschen wir uns für dich, dass du lernst, immer weniger zu funktionieren und immer mehr lebendig dein Leben zu leben.

00:21:08: In diesem Sinne vielen Dank fürs Zuhören und Zuschauen!

00:21:11: Alles Liebe dir

00:21:12: bis zum nächsten Mal.

00:21:13: Tschüss.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.