237 Das ist doch (nicht) normal - so beinflußt du deine Kinder
Shownotes
**Was hältst du eigentlich für normal – und was macht das mit deinem Kind? ** Ein Baby weint im Kinderwagen. Die Eltern stehen daneben und warten. Ein paar Meter weiter: ein Siebenjähriger, der sich noch bequem schieben lässt. Zwei Bilder. Eine Frage: Wo ist eigentlich die Grenze zwischen zu wenig und zu viel? Uli und Bernd sind in letzter Zeit viel unterwegs gewesen – und haben dabei so einiges beobachtet, das sie ins Gespräch gebracht hat. Über Fürsorge. Über Selbstständigkeit. Und darüber, was wir Kindern eigentlich zutrauen.
In dieser Folge sprechen sie darüber,
- warum Überbehüten und Vernachlässigen zwei Seiten derselben Medaille sind – und was beide gemeinsam haben
- was Kinder auf Sansibar und Freikletter-Weltmeister uns über das Thema Zutrauen lehren können
- warum das, was du für normal hältst, mehr formt als jede gezielte Förderung
- und wie du den Unterschied erkennst zwischen gesunder Herausforderung und unbewusstem Druck
- Weder autoritär noch antiautoritär. Weder alles abnehmen noch alleine lassen.
- Sondern: Ich fordere dich heraus – für dich.
- Und in der nächsten Folge gibt es noch eine weitere Perspektive auf dieses Thema „Normal", die euch überraschen wird. 😉
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wir waren ja in der letzten Zeit in vielen verschiedenen Städten unterwegs und auch in verschiedenen Ländern.
00:00:07: Und neulich ist uns, also neulig sind wir so ins Gespräch darüber gekommen.
00:00:11: Weil auf einer Seite haben wir halt viel... Also da haben wir gedacht es gibt's gar nicht mehr eigentlich.
00:00:16: Also muss ich ehrlich bestehen.
00:00:18: Ich dachte das gibt's garnicht mehr dass Eltern auch ihre wirklich kleinen Babys paar Wochen oder ein paar Monate alt wenn die halt so unwohl haben und am Weinen sind, wenn die so im Kinderwagen sich selbst überlassen werden.
00:00:37: Also mit den Dingen, die sollen sich da vielleicht selber beruhigen oder sollen alleine einschlafen oder ich weiß ja nicht was die Intention dahinter war.
00:00:45: also die Eltern waren dabei das Kind lag in dem Kinderwagen Geweint, so.
00:00:51: Also jetzt nicht nur so ein bisschen gekwängelt wie das manchmal beim Einschlafen wo man so denkt okay ich schieb und wacke und sowas und dann ist es gerade mein Schlamm sondern richtiges Weinen.
00:01:03: Das Babywein.
00:01:05: Meine Herz ist gebrochen tatsächlich!
00:01:09: Und gleichzeitig sieht man natürlich auch total viele Eltern mit Tragen und so weiter.
00:01:16: Also wenn ich da an uns zurückdenke, als wir mit einem Dreiktuch rumgelaufen sind, sind wir ganz oft angesprochen worden vor allem du,
00:01:27: gell?
00:01:28: Ja, aber es ist Zoll und dass das Kind da stiegt
00:01:30: usw.,
00:01:31: also das hat sich ja total geändert.
00:01:34: Also auch in ganz verschiedenen Ländern.
00:01:39: Aber einerseits die mit dem Kinderwagen, andererseits um jetzt mal so die zwei so extreme zu zeigen irgendwie gefühlt siebenjährige achtjährige Kinder, die noch in so einem Buggy rumgeschoben werden.
00:01:50: Ja genau.
00:01:51: So vielleicht übertreibe ich jetzt nicht mehr.
00:01:54: Wirklich wo du denkst also Kinder viel zu groß für diese Dinger und jetzt nicht dass der mal kurz in von seiner kleinen Schwester dringesessen ist sondern so einfach einfach da noch durch die Gegend beschoben werden und sagst hier, das ist eigentlich so ein Alter.
00:02:10: Auf die Füße lauft richtig.
00:02:11: Wir bewegen uns eher alle zu wenig.
00:02:14: Also unsere Sicht, wir zeigen ja nur gerade was man im ersten Moment so
00:02:18: denkt dazu.
00:02:18: Als wir zum Beispiel als in Südamerika waren, da ist es auch... Da geht das nochmal in ein totales Extrem, weil da siehst du Mamas ihre Kinder.
00:02:29: Meistens sind es halt die Mamas von der Schule abholen und dann... Schleppt die Mama, wenn sie drei Kinder hat.
00:02:38: Dann schleppt die drei Schulrenzen während ihre achtzehn- und zwölfjährigen Kinder um Sie rumhüpfen.
00:02:46: Die Mutter echts und stöhnt und das so eigentlich hingehen will.
00:02:49: Soll ich Ihnen was abnehmen?
00:02:51: Und die Kids sind da froh am Rumpf springen sozusagen.
00:02:59: Und wir wollen das nutzen, um in dieser Folge mal drüber zu sprechen.
00:03:03: Was ist eigentlich eine dienliche Fürsorge?
00:03:07: Und was ist eigentlich normal?
00:03:09: und wo?
00:03:10: Was halten wir für normal und was muteln wir unseren Kindern auch zu?
00:03:15: Also wo ist da die Grenze zwischen Vernachlässigung?
00:03:20: Weil das ist ja das, was viele von uns und bestimmt viele auch von euch die hier zuschauen.
00:03:25: Der sich mit bewusster Eltern schafft auseinandersetzt der will ja sein Kind nicht vernachlässigen
00:03:30: Und gleichzeitig birgt es halt die Gefahr Das ist eben das andere Extrem dass man so überbetüttelt.
00:03:37: also man sagt dann auch Helikopter oder Rasenmäher oder sonst was Eltern ist jetzt egal das will ich jetzt auch kein dieses Etikett auf die Stirn klatschen Es ist einfach nur mal.
00:03:48: Wir wollen eigentlich jetzt mal nur den Blick eben drauf werfen.
00:03:51: Was gibt es denn für verschiedene Perspektiven?
00:03:54: Wo ist es vielleicht diemlich, Kindern eben auch was zuzumuten?
00:03:58: Weil's ja auch dazu gehört um Dinge zu lernen muss ja auch jemand glauben oder muss ich ja auch mal tun dürfen oder müssen.
00:04:08: Ja und was ich halt so spannend daran finde wenn man sich da aus Traumotherapeutischer Sicht damit beschäftigt Dann kommt man halt sehr schnell zu dem Punkt, dass sowohl das Vernachlässigen also sich nicht kümmern oder die Kinder selbst überlassen als auch dieses Überkümmern am Ende nur zwei Seiten derselben Medaille sind und am Ende deutet beides auf den Bindungstrauma bei den Eltern.
00:04:45: Hallo und herzlich willkommen!
00:04:47: Den Podcast
00:04:50: für liebevolle Beziehungen.
00:04:52: Als Familie?
00:04:54: Kinderfach!
00:04:57: Mit dir selbst.
00:04:58: Das sind Uli und Bern-Bott, wir sind Eltern von vier Kindern...
00:05:02: Und wir schaffen uns immer wieder unsere Intrume ein bisschen zu verhasben.
00:05:06: Wir sind Spiegelbestellerautoren und das allerwichtigste ist dass du hier richtig bist wenn du lernen willst wie Eltern sein richtig geht.
00:05:16: weil es hat uns niemand gezeigt und niemand beigebracht.
00:05:20: Ja, so
00:05:22: und wir haben viele Jahre unseres Lebens dafür gebraucht um rauszufinden wie die Nummer geht also wie Bezüge mit Kindern funktionieren.
00:05:39: Dafür sind wir hier mit Gemecker frei und zeigen es dir gerne.
00:05:43: Also...
00:05:46: Was ist schon normal?
00:05:48: Ja genau was ist normal?
00:05:53: als wir da eben neulich in der Stadt unterwegs waren.
00:05:59: In der Fußgängerzone, es war irgendwie helle viel los.
00:06:04: Man hat wahnsinnig viele
00:06:06: Eltern gesehen, wahnsinnige Kinder gesehen und eben auch viele Kinder in Kinderwägen die eigentlich... wo eigentlich der Kinderwagen schon fast gesagt hat, oh, geprecht zusammen!
00:06:21: Und auch Kinder in einem alter Schnuller im Mund hatten, wo man einfach so sich die Frage stellt.
00:06:34: Ist das noch eine coole Idee?
00:06:35: Das ist es noch so sinnvoll?
00:06:37: und also was mir total wichtig ist wir verurteilen hier überhaupt nichts ne?
00:06:41: Das hast du eben auch schon mal kurz angesprochen.
00:06:44: Wir haben uns dann so unterhalten der Bernd und ich und haben so gesagt naja dass viele dieser Dinge Entwickelt ein Kind automatisch alleine dadurch, dass du das als Elternteil für normal hältst?
00:07:00: Dass ein Kind es lernt.
00:07:03: Zum Beispiel Einfachstes Beispiel ist ja Laufen.
00:07:09: Ja.
00:07:09: Das Kind lernt einfach laufen weil alle anderen laufen.
00:07:15: Wenn's normal
00:07:15: entwickelt... Jetzt mal von den Ausnahmen abgesehen.
00:07:21: ist es ja nicht möglich.
00:07:22: Aber die alle, allermeisten Kinder lernen einfach durch Nachahmung laufen und einfach nur durch NachAHMUNG sprechen!
00:07:31: Und ja, in einem Zeitfenster von... Was ich weiß jetzt, das ist gerade gar nicht genau.
00:07:38: Ich glaube die jüngsten Kinder werden anfangen zu laufen sind acht, neun Monate alt und manche laufen halt auch erst mit
00:07:44: zwei.
00:07:45: So what?
00:07:46: Also sie
00:07:46: lernen laufen!
00:07:48: Du kannst es ihnen auch nicht
00:07:50: beibringen.
00:07:51: Die lernen's nicht.
00:07:51: Weiß mal inzwischen, die lernen sich schneller davon dass du sie viel hinstellst dafür dass du immer um sie rumläufst.
00:07:57: und so diese Vorstellung.
00:08:00: Das wird dann später oft mal mit Kindern im Endeffekt, aber du läufst so um sie rum.
00:08:03: Ich habe halt so geht das!
00:08:04: Mit den Beinen und so, so laufen wir... Du musst
00:08:06: jetzt einbeinbartes Anwärtsstellen...
00:08:08: Aber Kinder, es geht mich nicht.
00:08:11: Lass nicht.
00:08:12: Ja also.
00:08:13: Also es hilft alles nächstes.
00:08:14: Du kannst es irgendwie so halten.
00:08:16: Dann läuft's auch nicht besser.
00:08:18: Es läuft einfach wenn es soweit ist.
00:08:20: Ja
00:08:21: genau.
00:08:21: Und es spricht, wenn es so weit ist?
00:08:23: Ja.
00:08:24: Und das ist zum Beispiel total spannend.
00:08:26: Ist mir dann so aufgefallen, total spannend gewesen als Bei unserem ältesten Kind bin ich so davon ausgegangen, dass es so plus-minus mit einem Jahr irgendwann anfängt zu laufen.
00:08:39: Hat er dann auch gemacht?
00:08:43: Ja genau und beim Sprechen hatte ich keine Idee da hatte ich Keine Vorstellung.
00:08:51: habe Ich mich zu dem Zeitpunkt noch nicht damit beschäftigt gehabt ist mir irgendwie Keine Ahnung.
00:08:56: Also weiß nicht, warum ich keine Vorstellung hatte?
00:08:59: Hatt' dich halt nicht!
00:09:00: Natürlich haben wir total viel mit dem gesprochen und haben irgendwie jeden Wunsch von den Augenlippen Handbewegungen abgelesen.
00:09:08: War auch sehr gut mit uns in Zeichensprache.
00:09:10: also da hat überall hingezeigt und so.
00:09:12: das hat eigentlich alles funktioniert.
00:09:13: Genau.
00:09:14: Und irgendwann kamen dann so Freunde zu Besuch und die haben dann erzählt so von wegen der Sohn... Der war nur ein Monat älter irgendwie, der konnte.
00:09:22: danach haben sie gesagt ja wir haben jetzt mal gezählt sich wört da und wir so, okay auf die Idee bin ich noch nicht gekommen.
00:09:30: Und unser Sohn hat halt auch viel weniger gesprochen zu dem Zeitpunkt.
00:09:36: Hat ihm nicht gestört und am Ende des Tages hatte er halt irgendwann als er zwei war, zweieinhalb war, hat er halt auf einen Schlag ganze Sätze geredet.
00:09:48: Aus der Entwicklungstychologisch habe ich dann später gelernt, dass man das als Late-Talker bezeichnet.
00:09:55: Aber dadurch, wir hatten nie die Sorge, dass er nicht spricht und wir hatten keine Erwartungen wann wer spricht.
00:10:02: Und dann hat er halt zu der Zeit wo es für ihn gepasst hat angefangen zu sprechen.
00:10:07: Ja aber was ja du wirst wenn du Eltern fragst von so kleinen Babys oder Kindern?
00:10:15: Sagst, gehst du davon aus, dass dein Kind irgendwann sprechen lernt?
00:10:18: Dann gucken dich ja alle an wie Bahnhof.
00:10:20: Ich sag gerne natürlich, wieso soll ich sonst davon ausgehen?
00:10:23: Genau und jetzt genau so was weiß ich beim Windel loswerden, beim Schnuller loslassen.
00:10:30: So also jetzt und ich will jetzt damit da nochmal dazu beim Sprechen war es dann schon irgendwann so das wir uns halt, dass wir schon irgendwann gemerkt haben okay der spricht halt noch viel weniger als andere Kinder haben dann schon angefangen, uns auch ein bisschen dazu zu informieren und so weiter.
00:10:48: Also es war jetzt nicht so... also worum's mir geht oder was mir wichtig ist und da habe ich jetzt gerade Sorge dass sich mich vielleicht sogar selber verhasst.
00:10:58: Ich glaube jetzt zum Beispiel beim Sauberwerden hilft das schon wenn du irgendwas irgendwie für normal hältst.
00:11:05: Das für Normal hältst, dass dein Kind irgendwann zwischen eins und vier einfach trocken ist fertig.
00:11:15: dass dein Kind den Schnuller irgendwann mit zwei, mit drei spätestens vier.
00:11:20: Keine Ahnung!
00:11:21: Dass du halt so einen Wert
00:11:23: für dich definierst
00:11:25: und du sagst das ist das was ich eigentlich für normal halte.
00:11:27: also davon gehe ich einfach mal aus.
00:11:31: ja weil du willst ja auch nicht... es wird ja dann alles auch sozial schwieriger wenn die Entwicklungsschritte nicht passieren.
00:11:43: Ja, da können ja auch so Sachen dazu wie zum Bus gehen oder so jetzt.
00:11:46: Unsere Kinder sind ja die ersten sind ja auch mit dem Bus in die Kita gefahren und dann hat man sich immer hingebracht.
00:11:53: ich bin dann immer schon davon ausgegangen Stuhlkind geht einfach selber zum Bus oder geht auch selber in die Schule wenn die Schule jetzt nicht fünfzehn Kilometer weit weg ist.
00:12:07: Und klar war es dann so, dass immer noch Kindergartenkinder dabei waren.
00:12:11: Immer doch immer noch mitgelaufen.
00:12:13: aber die sind irgendwann die Schulkinder.
00:12:16: auch gesagt hier ich gehe schon vor.
00:12:20: Das sind ja so Dinge... die man halt für normal hält.
00:12:24: Ja,
00:12:25: also es geht nicht darum jetzt zu sagen okay... Also nicht die erste in so Entwicklungstabellen den ersten Zeitpunkt zu nehmen und zu sagen so das muss jetzt so mein Kind muss so perfekt sein dass ist alles.
00:12:38: als erstes kann Quatsch mit Soße.
00:12:40: Das für Normal zu halten macht ja nur Stress.
00:12:44: Und das hat auch keine Auswirkung.
00:12:46: Ein Kind ist nicht intelligenter bloß weil's früher reden gelernt hat.
00:12:53: Da hat man früher vor vielleicht hundert Jahren so was geglaubt, aber das ist alles Schwachsinn.
00:12:58: Ja, das stimmt ja nicht und nur wie ... Also bei welchen Dingen gehe ich davon aus, dass das Kind davon Schaden nehmen könnte wenn ich auch eine bestimmte Entwicklung erwarte?
00:13:15: Das ist das was glaube ich... Wo jetzt dieser Knackpunkt passiert.
00:13:21: Sich auf der einen Seite dem Kind den Raum geben und die Zeit gibt sich zu entwickeln aber gleichzeitig das Kind auch ein Stück weit vordere.
00:13:30: Und das mache ich nur wenn ich nicht glaube, dass das Kind davon Schaden nimmt.
00:13:36: Genau!
00:13:37: Weil er manche Eltern und es sind tendenziell auch unsere Menschen die sich mit unseren Methoden ja auch beschäftigen halt dazu neigen Angst zu haben davor, daß sie zu viel Druck ausüben auf das Kind.
00:13:53: Und deswegen ist es halt gut, wenn du gerade zu diesen Entwicklungsdingen so ein bisschen Wissen hast.
00:14:01: In welchem Zeitraum ist es denn normal?
00:14:04: Und da, also jetzt bin ich ja im tiefsten Herzen an Norenkonformist.
00:14:09: Also ich bin ein Tenenzhelmer sozusagen irgendwie nicht so gut so normal zu sein.
00:14:13: aber das stimmt ja auch nur für bestimmte Bereiche im Leben.
00:14:19: hier ist schon so dass man einfach, dass man das ja weiß und sagt okay ihr Kind lernt von dann und die meisten Kinder lernen eben einen Zeitraum von x bis y laufen, im anderen Zeitraum lernen sie reden und so weiter.
00:14:31: Wenn du diese Sachen halt weißt, grob weist dann hast du eine Erwartung die dem Kind keinen Druck macht weil dir ja nicht sagst Du musst der Herste sein der die Windel wegschmeißt, sondern gleichzeitig führt es halt nicht dazu dass du noch ein fünf oder sechsjähriges Kind den ganzen Tag mit Windeln rumläuft Weil du's gar nicht vorderst
00:14:59: aus der Sorge zu viel erwarten zu können.
00:15:04: Das ist das, was du halt... unterscheiden lernen muss selber.
00:15:11: Wo habe ich eine Erwartung, weil ich selbst einen Leistungsdruck hab im Sinne von das Kind soll da performen und wo setze ich eine Normalität voraus um einfach das Kind auch ein bisschen herauszufordern so normale Entwicklung zu begünstigen?
00:15:35: Und ich finde, man kann immer gut... Aber bei diesem ganzen Team, wir waren jetzt viel beim Reden und Laufen und Windeln
00:15:41: usw.,
00:15:42: es geht ja auch um so Sachen wie alleine abends einschlafen können.
00:15:46: Es geht um so Dinge, wir hatten den Kinderwagen um sich bewegen.
00:15:49: Ja, wie du gesagt hast das ist ja... Wir tun den Kindern ja ein Bärendienst wenn wir die in dem Alter noch im Kinderwagen rumschieben weil wir bewegen uns einfach alle viel viel viel zu wenig.
00:16:04: und zum kindlicher Körper der muss einfach Muskeln aufbauen und der muss sich bewegen und sich entwickeln können.
00:16:13: Dafür vielleicht auch einmal sozusagen, okay kann ich einfach was Bewegung zum Beispiel angeht?
00:16:20: Kann ich mir da mal auch andere Beispiele heranziehen, was Menschen für normal erachten?
00:16:28: also jetzt wenn du z.B.
00:16:29: mal in so einem in so ein Land gehst, wo in Afrika, wo es kein Trinkwasser gibt.
00:16:36: Also nicht aus der Leitung.
00:16:37: Ja.
00:16:38: Wo wir haben hier einen Trier... Das ist gut.
00:16:41: ... und nicht groß ist.
00:16:42: Hoffentlich wirklich mal
00:16:43: rausfliegt genau.
00:16:48: Wenn du in Afrikas zum Beispiel, wenn die Frauen zum Brunnen laufen müssen Und dann gehen die Kleintner, am Anfang werden die kleinen Kinder mit auf den Rücken geschnallt.
00:16:58: Aber sobald sie selber laufen können, laufen die selber weil die Mama es ja schon des Wasserschleppnen.
00:17:05: Also da einfach zu sagen okay, nehmen wir doch mal ein Beispiel an anderen Kulturen.
00:17:11: oder wenn wir zum Beispiel als wir jetzt auf Sanzibas sind.
00:17:17: drei, vier-fünfjährigen Städtges da im Sand Fußball überstunden.
00:17:23: Wo du halt eigentlich denkst, boah ich brech ab ja?
00:17:25: Weil also das zau anstrengend im weichen Sand Fußball zu spielen und die machen es über stunden in der Hitze und so.
00:17:33: Also da einfach so zu sehen was ist wozu sind so ein menschlicher Körper eigentlich gemacht?
00:17:43: gar nicht im Sinne von ich überfordere dich Kind, sondern ich fordere dich ein Stück weit heraus.
00:17:50: Ich trau dir auch mal was zu!
00:17:52: Ich halte Dinge für normal ohne gleich davon auszugehen dass das Kind davon einen Schaden nimmt.
00:18:00: also wenn du mit einem achtjährigen oder mit nem zehn elf zwölfjährigen Kind jetzt zum Beispiel abends wenn ihr gecheckt habt dass das Kinderzimmer sicher ist Und wenn das Kind da einschlafen, wenn es Schlafenszeit ist, dann kann das Kind die Lernen da einzuschlaven ohne dass du daneben wickst.
00:18:22: ohne dass dem Kind was passiert.
00:18:24: Ich hatte das letztens mit einer Kundin, wo ich dann nur so das Beispiel gebracht habe du kommst ja auch nicht auf die Idee beim zehnjährigen Kind die Brust noch mal rauszuholen und zu sagen hier nuckelt dich im Schlafendomarks.
00:18:35: Da würden viele Menschen wahrscheinlich jetzt also vielleicht haben wir auch jemand der das macht.
00:18:39: Also immer keine Verurteilung an dieser Stelle.
00:18:43: Nur üblicherweise ist das eine Stelle, wo viele sagen wir natürlich nicht.
00:18:48: Und jetzt eben zu sagen Was kann ich denn noch?
00:18:50: als nie natürlich nicht betrachten, um die Selbstständigkeit des Kindes zu fördern.
00:18:58: Nicht weil ich es nicht geben will, nicht weil ich mich da sein will, nämlich weil ich dem Kind was Böses will sondern um das Kind in seiner Selbstständigkeitsentwicklung zu unterstützen.
00:19:09: Weil die Gefahr ist ja wenn ich im anderen extrem bin dass sich das Kind klein halte?
00:19:14: Ja!
00:19:15: Dass ich's klein halta weil ich's ja weiß ja nicht...weil ich ihm im Endeffekt In dem Versuch, keinen Druck auszuüben.
00:19:22: Auch wieder eine Art Druckausübe die halt dazu führt dass das Kind sich nicht entfalten kann und dazu gehört halt mal dies auch ein Loslassen von uns Eltern.
00:19:33: Und Kinder erfahren ja damit auch in gewisser Weise Misserfolge die sie ja händeln lernen.
00:19:40: Und jetzt aus dieser bindungstraumatischen oder bindungstheoretischen Sicht, weil ich vorher gesagt habe es sind am Ende beides in Bindungstraumata da ist es halt geht's halt darum dass Eltern die halt ihre kleinen Babys schreien lassen diese in der Form traumatisiert das sie die Nähe oder den Kontakt überhaupt nicht können.
00:20:04: Und
00:20:04: Eltern,
00:20:05: die ins andere Extrem fallen, also die überfürsorglich sind können die Distanz nicht.
00:20:14: Also sie können den Kindern nicht den Raum für ihre Selbstentwicklung geben.
00:20:18: Sind beides aber Ergebnisse von einer nicht gesunden Bindungsentwicklungen Und da sind unsere Kinder einfach unsere besten wäre, dass wir das lernen können.
00:20:32: Weil es ist ja immer so wenn du aus der autoritären Erziehung wird die anti-autoritäre Erziehungen beides misst.
00:20:41: Aus diesen Kindern schreien lassen wird dieses Übertütteln beides Mist.
00:20:47: Das braucht das gesunde Mittelmaß wo das Kind Autonomie und Verbundenheit gleichermaßen erleben kann Und dafür müssen wir Eltern erstmal mit uns selber klarkommen und gleichzeitig aber eben auch dieses normal neu definieren.
00:21:08: Und diesen Mittelweg finden, also das ist nicht ein ich fordere dich heraus weil ich habe keine Lust mich um dich zu kümmern sondern hinzu ich forder dich Also jeder des noch dieses Ich mach alles für dich, sondern hin zu diesem.
00:21:23: ich fordere Dich herausführe Dich.
00:21:25: Und ich unterstützt Dich da wo Du noch Unterstützung brauchst?
00:21:28: Ja genau und ich stelle mir mal vor also was weiß ich?
00:21:32: wir hatten es vorher als wir uns heute früh schon über die Folge unterhalten haben.
00:21:35: Man gesagt ja so ein Kind von einem Freaklimbing Weltmeister.
00:21:39: Das klettert halt bevor's laufen kann schon irgendwo hoch die ganze Zeit weil das sein normal ist
00:21:46: Weil du das für normal erachtest und da halt immer wieder, also das wäre einfach die Einladung dass Du als Zuhörerin, als Zuführer, dass Du halt Immer wieder Deine, Deine Weltsicht Erweiterst.
00:21:59: Und rausfindest okay wo bin ich eigentlich begrenzt?
00:22:03: Wo begrennt sich auch mein Kind weil es halt nicht
00:22:06: bisher
00:22:07: meine Welt war.
00:22:08: Wo Bin Ich?
00:22:09: zu ängstlich zu und ich war das früher auch.
00:22:12: Also ich war ganz klar habe ich das gemacht früher?
00:22:15: ja Wo halte ich die Kinder klein, weil ich mir das überhaupt nicht für möglich halte?
00:22:23: Und dann freuen wir uns wenn du dein normal neu definierst.
00:22:26: Es gibt noch eine andere Stelle wo das mit dem Normal
00:22:32: voll cool ist, wenn man darüber mal nachdenkt und wo wir dich auch nochmal challenchen wollen ja genau der nächsten
00:22:39: folgen machen in der nächsten Folge schalten wieder ein und sei gespannt um was es dort geht.
00:22:47: Ja,
00:22:48: vielen Dank fürs Zuhören und Zuschauen und bis dann!
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