218 Plötzlich Trennung - Warum Beziehungen langsam scheitern

Shownotes

„Sie hat sich einfach getrennt – ich hab das gar nicht kommen sehen.“ Ein Satz, den wir so oder ähnlich schon unzählige Male gehört haben. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Trennung für viele wie ein Blitz aus heiterem Himmel wirkt – und was wirklich dahinter steckt. Wir nehmen dich mit hinter die Kulissen scheinbar funktionierender Beziehungen, zeigen die kleinen, oft überhörten Warnzeichen auf und erklären, warum Schweigen nicht immer Frieden bedeutet – und Reden nicht automatisch Nähe schafft.

**Du erfährst: **💔 Warum es gefährlich ist zu glauben, eine Beziehung könne einfach „so bleiben, wie sie ist“ 🧠 Wie unsere (unausgesprochenen) Erwartungen unsere Wahrnehmung prägen 🫶 Welche Unterschiede Männer und Frauen oft beim Thema Beziehungspflege haben 👀 Woran du erkennst, dass deine Beziehung gerade eher Rückschritte als Fortschritte macht 🌱 Und warum Beziehungspflege keine Option, sondern Voraussetzung für Liebe ist

**Diese Folge ist für dich, wenn du … **… manchmal denkst: „Irgendwie läuft es doch ganz okay, oder?“ … wissen willst, wie du erkennst, dass es in deiner Partnerschaft leise knirscht … lieber heute hinschauen willst, bevor du morgen vor den Scherben stehst

**Denn klar ist: **Eine Beziehung, die nicht besser wird, wird schlechter. Und: Pflege ist einfacher als Reparatur. Das Gute ist – du kannst heute beginnen.

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00:00:00: Speaker 1: Wir hören ja immer wieder von

00:00:01: Speaker 1: Männern, die total überrascht

00:00:03: Speaker 1: davon sind, wenn die Frau sich

00:00:04: Speaker 1: trennen will.

00:00:06: Speaker 2: Ja, oder sich getrennt hat.

00:00:07: Speaker 2: Ja, sich trennen.

00:00:07: Speaker 1: Also die so sagen,

00:00:09: Speaker 1: die uns dann ja,

00:00:12: Speaker 1: ich weiß ja nicht, auf einmal

00:00:12: Speaker 1: hat sie mich verlassen, vom

00:00:13: Speaker 1: einen auf den nächsten, auf den

00:00:15: Speaker 1: anderen Tag.

00:00:15: Speaker 2: Ja, also als wäre die Trennung

00:00:18: Speaker 2: so vom Himmel gefallen.

00:00:19: Speaker 1: Ja, ich weiß gar nicht, was

00:00:21: Speaker 1: passiert ist.

00:00:22: Speaker 1: Ja, genau.

00:00:22: Speaker 4: Und das ist ja dann keine,

00:00:24: Speaker 4: also das ist ja auch kein,

00:00:26: Speaker 4: also das empfinden diese

00:00:27: Speaker 4: Menschen ja wirklich so.

00:00:29: Speaker 1: Absolut.

00:00:30: Speaker 1: Ich kann mich auch erinnern,

00:00:31: Speaker 1: also selbst meine Eltern waren

00:00:33: Speaker 1: ja mal getrennt und mein Papa

00:00:35: Speaker 1: hat das erst vor gar nicht

00:00:36: Speaker 1: langer Zeit noch mal mir so

00:00:37: Speaker 1: erzählt, dass er das auch so

00:00:39: Speaker 1: empfunden hat, dass er

00:00:40: Speaker 1: eigentlich dachte, das wäre

00:00:42: Speaker 1: alles so gut und zack war es

00:00:44: Speaker 1: überhaupt nicht mehr gut.

00:00:47: Speaker 1: Und wir Frauen sind ja dann

00:00:50: Speaker 1: eher so,

00:00:53: Speaker 1: also wir sind ja eigentlich so

00:00:54: Speaker 1: genau das Gegenteil.

00:00:55: Speaker 1: Das ist ja eigentlich auch

00:00:56: Speaker 1: wieder spannend, weil

00:01:00: Speaker 1: Also wir haben ganz viele

00:01:01: Speaker 1: Teilnehmerinnen, die sich

00:01:03: Speaker 1: gefühlt monatelang überlegen,

00:01:05: Speaker 1: wie sie einen Satz sagen, den

00:01:07: Speaker 1: sie dann sagen sozusagen,

00:01:09: Speaker 1: um irgendwie einen Weg zu

00:01:10: Speaker 1: finden,

00:01:11: Speaker 1: um auszudrücken, dass sie halt

00:01:12: Speaker 1: so, wie es gerade ist, nicht

00:01:13: Speaker 1: glücklich.

00:01:15: Speaker 2: sind.

00:01:15: Speaker 2: Ja, und bei den Männern kommt es

00:01:17: Speaker 2: anscheinend nicht an.

00:01:18: Speaker 1: Oder kommen die Warnsignale

00:01:21: Speaker 1: nicht an oder so.

00:01:23: Speaker 2: Ja, es ist einfach nur eine

00:01:24: Speaker 2: unterschiedliche Wahrnehmung,

00:01:25: Speaker 2: die glaube ich auch wieder mit

00:01:26: Speaker 2: unterschiedlichen Erwartungen

00:01:28: Speaker 2: zusammenhängt, wie halt

00:01:29: Speaker 2: Beziehungen,

00:01:31: Speaker 2: was halt zu einer glücklichen

00:01:32: Speaker 2: Beziehung dazugehört.

00:01:34: Speaker 1: Ja, wie sich es auch anfühlen

00:01:35: Speaker 1: soll.

00:01:36: Speaker 1: Ja, wobei das ja auch wieder so

00:01:38: Speaker 1: ist.

00:01:39: Speaker 2: Ich fühle ja das, was ich fühlen

00:01:40: Speaker 2: will.

00:01:42: Speaker 2: Ja, aber das ist ja nicht...

00:01:43: Speaker 2: Ja, natürlich fühlst du, was du

00:01:45: Speaker 2: fühlen willst, wenn du das

00:01:46: Speaker 2: weißt, dass du das unter

00:01:47: Speaker 2: Kontrolle hast.

00:01:48: Speaker 1: Das ist aber für viele Menschen

00:01:49: Speaker 1: ja nicht so. Ja, das stimmt.

00:01:50: Speaker 1: Und gleichzeitig finde ich halt

00:01:52: Speaker 1: so... Also ich meine, das war ja

00:01:54: Speaker 1: bei uns früher auch so.

00:01:55: Speaker 1: Also du hast ja auch gesagt, das

00:01:57: Speaker 1: ist doch jetzt mal gut.

00:01:58: Speaker 1: Und also wenn ich wieder

00:01:59: Speaker 1: angekommen bin und dann...

00:02:00: Speaker 1: habe, lass mal reden.

00:02:01: Speaker 1: Also das ist, glaube ich, der

00:02:02: Speaker 1: meist gehasste Satz, der von

00:02:04: Speaker 1: Männern am meisten gehasste

00:02:06: Speaker 1: Satz. Schatz, wir müssen mal

00:02:07: Speaker 1: reden.

00:02:08: Speaker 1: Und dann war das auch so, dass

00:02:09: Speaker 1: du immer wieder gesagt hast,

00:02:10: Speaker 1: wieso ist doch alles gut.

00:02:12: Speaker 2: Also was willst du denn jetzt

00:02:13: Speaker 2: noch so?

00:02:18: Speaker 1: Hallo und herzlich willkommen.

00:02:19: Speaker 2: Hier beim Gemecker frei Podcast.

00:02:21: Speaker 1: Dem Podcast für liebevolle

00:02:22: Speaker 1: Beziehungen.

00:02:23: Speaker 2: In der Familie.

00:02:24: Speaker 1: Als Paar.

00:02:25: Speaker 2: Und mit dir selbst.

00:02:26: Speaker 1: Wir sind Uli und Bernd, wir sind

00:02:28: Speaker 1: die Gründer von Gemecker frei,

00:02:29: Speaker 1: Eltern von vier Kindern und

00:02:30: Speaker 1: Großeltern von einem Enkel.

00:02:33: Speaker 1: Wir haben schon mehrere Spiegel

00:02:34: Speaker 1: -Bestseller geschrieben.

00:02:36: Speaker 2: Und vor allen Dingen haben wir

00:02:38: Speaker 2: schon viele, viele tausend

00:02:39: Speaker 2: Eltern und Familien dabei

00:02:41: Speaker 2: begleitet,

00:02:42: Speaker 2: ein liebevolles, gemeckerfreies

00:02:44: Speaker 2: Familienleben zu führen und

00:02:45: Speaker 2: freuen uns, dass du heute hier

00:02:47: Speaker 2: bist.

00:02:48: Speaker 2: Ja,

00:02:49: Speaker 2: und wie

00:02:51: Speaker 2: du vielleicht schon im Intro

00:02:52: Speaker 2: gemerkt hast, wollen wir heute

00:02:54: Speaker 2: so ein bisschen darüber reden,

00:02:56: Speaker 2: was denn eigentlich so die

00:02:57: Speaker 2: Anzeichen wie Beziehungen

00:03:00: Speaker 2: scheitern oder sich so langsam

00:03:02: Speaker 2: bergab bewegen auf einen

00:03:04: Speaker 2: scheitern zu.

00:03:05: Speaker 1: So muss man es ja vielleicht

00:03:05: Speaker 1: eigentlich nennen.

00:03:06: Speaker 1: Ja, oder eigentlich ja auch wie

00:03:08: Speaker 1: die

00:03:09: Speaker 1: das eigentlich kommt, dass

00:03:11: Speaker 1: Beziehungen schlechter werden

00:03:12: Speaker 1: und so. Ja, also weil ich

00:03:17: Speaker 1: glaube,

00:03:18: Speaker 1: dass wir

00:03:19: Speaker 1: oft

00:03:22: Speaker 1: die,

00:03:24: Speaker 1: also wir kennen die Anzeichen

00:03:26: Speaker 1: nicht. Das ist ja das, was wir

00:03:27: Speaker 1: gerade auch schon so

00:03:28: Speaker 1: im Intro so ein bisschen hatten,

00:03:30: Speaker 1: es gibt so unterschiedliche

00:03:31: Speaker 1: Erwartungen. Wir hatten neulich

00:03:32: Speaker 1: auch eine Teilnehmerin, die

00:03:33: Speaker 1: gesagt hat, also wenn sie jetzt

00:03:35: Speaker 1: noch anfangen würde,

00:03:36: Speaker 1: mit ihrem Mann über irgendwie

00:03:37: Speaker 1: neue Ziele oder so zu

00:03:39: Speaker 1: visionieren oder so über Träume

00:03:41: Speaker 1: zu sprechen,

00:03:42: Speaker 1: dann hätte der totalen Stress da

00:03:44: Speaker 1: drauf, weil er das Gefühl hat,

00:03:46: Speaker 1: es ist nie genug, was er

00:03:47: Speaker 1: irgendwie finanziell möglich

00:03:49: Speaker 1: macht, was er irgendwie,

00:03:51: Speaker 1: also wie er halt so für die

00:03:54: Speaker 1: Familie

00:03:55: Speaker 2: sorgt, wenn sie nie zufrieden

00:03:56: Speaker 2: ist sozusagen.

00:03:58: Speaker 2: Ja,

00:04:01: Speaker 2: und das hier schon

00:04:03: Speaker 2: alleine, das ist spannend, weil

00:04:05: Speaker 2: ja da sie

00:04:09: Speaker 2: ja eigentlich gar keine

00:04:10: Speaker 2: Erwartungen formulieren wollte.

00:04:12: Speaker 1: Bei

00:04:12: Speaker 1: ihm ist es aber sofort, wie eine

00:04:14: Speaker 1: Erwartungshaltung ankommt.

00:04:15: Speaker 1: Ja,

00:04:16: Speaker 1: genau.

00:04:17: Speaker 1: Und gleichzeitig ist es ja oft

00:04:19: Speaker 1: so, dass wir Frauen,

00:04:21: Speaker 1: so Themen suchen,

00:04:23: Speaker 1: über die wir halt auch sprechen

00:04:25: Speaker 1: können, also das kenne ich von

00:04:27: Speaker 1: mir zum Beispiel auch total gut,

00:04:28: Speaker 1: dass ich früher halt auch immer,

00:04:30: Speaker 1: ich wollte halt immer ein Thema

00:04:31: Speaker 1: finden, mit dem ich mich, über

00:04:33: Speaker 1: das ich mich mit dir unterhalten

00:04:34: Speaker 1: konnte,

00:04:35: Speaker 1: weil das mich mit dir

00:04:36: Speaker 1: unterhalten,

00:04:37: Speaker 1: das hat sich halt oft so nach

00:04:39: Speaker 1: Verbindung angefühlt, dann hat,

00:04:41: Speaker 1: also ich konnte das ja nicht

00:04:42: Speaker 1: aushalten, wenn wir

00:04:44: Speaker 1: nebeneinander gesessen sind und

00:04:45: Speaker 1: geschwiegen haben zum Beispiel.

00:04:47: Speaker 1: Und ich glaube, das hat viel

00:04:49: Speaker 1: damit zu tun, was eben

00:04:51: Speaker 1: vielleicht der eine oder der

00:04:53: Speaker 1: andere, ich möchte das jetzt gar

00:04:54: Speaker 1: nicht so auf Männer und Frauen

00:04:55: Speaker 1: pointen,

00:04:57: Speaker 1: was der eine für eine Idee oder

00:05:00: Speaker 1: für eine Vorstellung oder

00:05:01: Speaker 1: unbewusste Erwartung hat,

00:05:03: Speaker 1: wie Beziehung sich anfühlen

00:05:05: Speaker 1: soll. Und

00:05:09: Speaker 1: der andere hat das halt

00:05:10: Speaker 1: irgendwie anders.

00:05:12: Speaker 1: Also ist

00:05:14: Speaker 1: auch die Frage, an welchen

00:05:16: Speaker 1: an welcher Stelle steht die

00:05:18: Speaker 1: Beziehung so im Lebenskonstrukt.

00:05:20: Speaker 1: Ich

00:05:22: Speaker 1: weiß schon, dass du zum Beispiel

00:05:24: Speaker 1: auch immer wieder gesagt hast,

00:05:25: Speaker 1: früher,

00:05:26: Speaker 1: es kann sich doch nicht immer

00:05:27: Speaker 1: alles nur um die Kinder drehen.

00:05:28: Speaker 1: Und ich, also für mich war das

00:05:29: Speaker 1: irgendwie so,

00:05:30: Speaker 1: natürlich dreht sich alles um

00:05:32: Speaker 1: die Kinder und natürlich dreht

00:05:35: Speaker 1: sich alles um uns und alles

00:05:36: Speaker 1: andere muss irgendwie dazu

00:05:38: Speaker 1: passen.

00:05:39: Speaker 2: Aber das ist ja auch wieder nur

00:05:41: Speaker 2: eine Entscheidung und eine

00:05:43: Speaker 2: Erwartung, die man halt so

00:05:46: Speaker 2: hat sozusagen. Ja, und wo man ja

00:05:49: Speaker 2: einfach erst mal lernen muss.

00:05:50: Speaker 1: dass man auch da,

00:05:53: Speaker 1: dass man anfängt, diese

00:05:54: Speaker 1: Erwartungen auf den Tisch zu

00:05:55: Speaker 1: legen von beiden Seiten, um erst

00:05:57: Speaker 1: mal da auf einen gemeinsamen

00:05:58: Speaker 1: Nenner zu kommen.

00:05:59: Speaker 1: Ich glaube, das Wichtige ist

00:06:00: Speaker 1: erst mal zu erkennen, dass nicht

00:06:01: Speaker 1: jeder dieselben hat.

00:06:03: Speaker 2: Ja.

00:06:03: Speaker 1: Na, also dass das was

00:06:04: Speaker 1: Individuelles ist.

00:06:05: Speaker 2: Das ist der Schritt davor.

00:06:06: Speaker 1: Ja, genau. Und dann zu sagen,

00:06:08: Speaker 1: ach so, ja okay, also.

00:06:10: Speaker 1: Ja,

00:06:11: Speaker 1: also was weiß ich, dich hat das

00:06:12: Speaker 1: ja überhaupt nicht gestört, wenn

00:06:13: Speaker 1: mal keiner geredet hat zum

00:06:15: Speaker 1: Beispiel.

00:06:16: Speaker 2: Du fandst es ja voll angenehm,

00:06:17: Speaker 2: wenn nicht dauernd Beschallung

00:06:19: Speaker 2: in deinen Ohren war.

00:06:21: Speaker 2: Und für mich war das schon ein

00:06:22: Speaker 2: Anzeichen davon,

00:06:24: Speaker 2: dass unsere Beziehung leidet

00:06:26: Speaker 2: sozusagen.

00:06:30: Speaker 1: Und das ist ja, wenn es für den

00:06:32: Speaker 1: einen total wichtig ist, dass

00:06:35: Speaker 1: man alles bespricht und alles

00:06:36: Speaker 1: bis ins Kleinste ausmacht,

00:06:38: Speaker 1: und der andere denkt vielleicht,

00:06:40: Speaker 1: naja, ist ja eigentlich gut so,

00:06:41: Speaker 1: also macht sich halt so, ich

00:06:42: Speaker 1: mach es so und so und dann ist

00:06:44: Speaker 1: es gar nicht. Und dann hat

00:06:49: Speaker 1: der eine,

00:06:50: Speaker 1: der eigentlich gerne über alles

00:06:51: Speaker 1: reden will,

00:06:52: Speaker 1: das Gefühl, der andere frisst es

00:06:53: Speaker 1: in sich hinein.

00:06:55: Speaker 1: Ja, voll.

00:06:57: Speaker 1: Es ist ein bisschen,

00:06:59: Speaker 1: also man kann es ein bisschen

00:07:00: Speaker 1: wie mit Geld wieder vergleichen,

00:07:04: Speaker 1: finde ich, weil es

00:07:06: Speaker 1: gibt halt die Menschen,

00:07:08: Speaker 1: die so über den Daumen gepeilt

00:07:10: Speaker 1: mit ihrem Geld umgehen und so im

00:07:12: Speaker 1: Vertrauen sind, und es klappt

00:07:14: Speaker 1: irgendwie immer schon.

00:07:15: Speaker 1: Und es gibt die anderen

00:07:16: Speaker 1: Menschen, die müssen alles

00:07:18: Speaker 1: irgendwie rechnen und müssen

00:07:19: Speaker 1: irgendwie da einen totalen Plan

00:07:21: Speaker 1: haben und die totale Kontrolle.

00:07:23: Speaker 1: Aber es gibt nicht, also es ist

00:07:24: Speaker 1: jetzt nicht so, dass der eine

00:07:26: Speaker 1: Weg

00:07:28: Speaker 1: Weder der eine noch der andere

00:07:29: Speaker 1: führt mehr zum Erfolg.

00:07:31: Speaker 1: Es sind einfach nur Menschen,

00:07:34: Speaker 1: die scheitern und Menschen, die

00:07:35: Speaker 1: erfolgreich sind.

00:07:37: Speaker 2: Also wo einfach nur klar ist,

00:07:39: Speaker 2: auch das muss ich über alles

00:07:40: Speaker 2: reden oder muss ich nicht über

00:07:42: Speaker 2: alles reden zum Beispiel,

00:07:43: Speaker 2: ist auch

00:07:44: Speaker 3: das ist keine

00:07:47: Speaker 3: logische,

00:07:50: Speaker 3: wie sagt man denn das?

00:07:52: Speaker 1: Keine Kausalität.

00:07:52: Speaker 2: Ja,

00:07:53: Speaker 2: genau. Kein Zusammenhang.

00:07:56: Speaker 1: Es ist keine Kausalität zum

00:07:57: Speaker 1: Gelingen einer Beziehung

00:07:59: Speaker 1: unbedingt.

00:07:59: Speaker 2: Was natürlich schon wichtig ist,

00:08:02: Speaker 2: ist, dass Ehrlichkeit und

00:08:03: Speaker 2: Offenheit da ist.

00:08:04: Speaker 1: Ja,

00:08:05: Speaker 1: und es ist auch wichtig,

00:08:07: Speaker 1: dass die

00:08:09: Speaker 1: Partner

00:08:10: Speaker 1: darüber im Konsens sind,

00:08:13: Speaker 1: wann gesprochen wird und wann

00:08:16: Speaker 1: geschwiegen wird.

00:08:17: Speaker 1: Ja, und das ist crucial.

00:08:20: Speaker 2: Zum Beispiel, ein Aspekt.

00:08:22: Speaker 2: Weil das ist ein Aspekt oder ein

00:08:24: Speaker 2: Anzeichen.

00:08:24: Speaker 1: In Bezug auf das

00:08:25: Speaker 1: Miteinanderreden ist das total

00:08:26: Speaker 1: wichtig, dass ich damit im

00:08:28: Speaker 1: Reinen bin, wenn ich mal

00:08:29: Speaker 1: schweige,

00:08:31: Speaker 1: wenn ich Dinge auch

00:08:31: Speaker 1: stillschweige, wenn die auch

00:08:33: Speaker 1: okay sind. Ich meine, wir beide

00:08:34: Speaker 1: reden ja auch jetzt lange nicht

00:08:36: Speaker 1: mehr unbedingt über alles,

00:08:37: Speaker 1: sondern manche sagen,

00:08:38: Speaker 1: sind einfach so.

00:08:39: Speaker 1: Wir haben gelernt, miteinander

00:08:41: Speaker 1: zu schweigen.

00:08:42: Speaker 2: Also ja, doch, eigentlich haben

00:08:43: Speaker 2: wir auch gelernt, miteinander zu

00:08:45: Speaker 2: schweigen.

00:08:46: Speaker 1: Und weil das war auch, also das

00:08:49: Speaker 1: ist auch, wenn wir jetzt

00:08:50: Speaker 1: miteinander schweigen, ist das

00:08:52: Speaker 1: anders, als wenn du früher über,

00:08:55: Speaker 1: also nicht reden wolltest.

00:08:56: Speaker 1: Ja, ja, ja, das ist eigentlich

00:08:57: Speaker 1: ein,

00:08:58: Speaker 1: ein die Zeit miteinander im

00:09:00: Speaker 1: Stillen genießen, so würde ich

00:09:01: Speaker 1: es nennen. Ja, genau.

00:09:02: Speaker 1: Ja, genau.

00:09:03: Speaker 1: Und das ist, das ist auch ein,

00:09:06: Speaker 1: ein

00:09:07: Speaker 1: Eins der Kriterien, die dazu

00:09:08: Speaker 1: führen, dass Beziehung besser

00:09:10: Speaker 1: wird.

00:09:11: Speaker 1: Aber das kannst du halt genau

00:09:12: Speaker 1: fühlen. Du kannst halt

00:09:13: Speaker 1: nebeneinander sitzen und beide

00:09:15: Speaker 1: sagen nix. Und es ist so ein

00:09:16: Speaker 1: unangenehmes Schweigen,

00:09:19: Speaker 1: so eine Anspannung.

00:09:22: Speaker 1: Oder es ist halt, du flowst

00:09:24: Speaker 1: miteinander.

00:09:25: Speaker 1: Also wir haben das jetzt, also

00:09:26: Speaker 1: dieses Miteinander -Stille

00:09:28: Speaker 1: -Genießen haben wir ja

00:09:29: Speaker 1: eigentlich ganz oft, wenn wir

00:09:30: Speaker 1: miteinander irgendwie unterwegs

00:09:32: Speaker 1: sind. Also wenn wir gemeinsam

00:09:34: Speaker 1: irgendwie laufen oder so.

00:09:37: Speaker 1: wo man,

00:09:39: Speaker 1: wo man sich einig ist.

00:09:40: Speaker 1: am besten funktioniert.

00:09:43: Speaker 2: Und wenn man jetzt eben

00:09:45: Speaker 2: hinschaut,

00:09:46: Speaker 2: so was Anzeichen sind, woran du

00:09:48: Speaker 2: erkennst, dass Beziehungen

00:09:49: Speaker 2: schlechter werden, also wenn ich

00:09:51: Speaker 2: da jetzt mal so den

00:09:53: Speaker 2: Wenn es da so hingeht, dann ist

00:09:54: Speaker 2: natürlich Kommunikation oder

00:09:56: Speaker 2: mangelnde Kommunikation oder

00:09:58: Speaker 2: Unehrlichkeit in der

00:10:00: Speaker 2: Kommunikation oder eben die

00:10:02: Speaker 2: fehlende Absprache, was wie

00:10:03: Speaker 2: besprochen wird,

00:10:05: Speaker 2: ist natürlich ein relevanter

00:10:07: Speaker 2: Aspekt dabei,

00:10:09: Speaker 2: dass Beziehungen schlechter

00:10:11: Speaker 2: werden.

00:10:12: Speaker 2: Ich würde aber fast, glaube ich,

00:10:13: Speaker 2: noch einen Schritt noch mal

00:10:15: Speaker 2: rauszoomen,

00:10:17: Speaker 2: weil es ist ja eigentlich,

00:10:20: Speaker 2: kann man ja sagen, eine

00:10:21: Speaker 2: Beziehung, die nicht besser

00:10:22: Speaker 2: wird.

00:10:23: Speaker 1: Wird schlechter.

00:10:24: Speaker 2: Ja,

00:10:25: Speaker 2: das ist einfach so.

00:10:27: Speaker 2: Weil es gibt kein

00:10:30: Speaker 2: Gleichbleibendes

00:10:33: Speaker 2: Level, das gibt es auch in der

00:10:34: Speaker 2: Natur nicht.

00:10:35: Speaker 2: Gibt es nirgends.

00:10:37: Speaker 2: Es gibt einfach nur,

00:10:40: Speaker 2: es wird besser und es muss nicht

00:10:41: Speaker 2: immer exponentiell gehen.

00:10:44: Speaker 2: Und ich glaube, dass es in

00:10:45: Speaker 2: Beziehungen eigentlich eher

00:10:47: Speaker 2: Die meiste Zeit geht es einfach

00:10:49: Speaker 2: stetig.

00:10:51: Speaker 2: Wenn man ganz genau guckt, ist

00:10:54: Speaker 2: es wie ein Aktienkurs, der immer

00:10:56: Speaker 2: rauf und runter geht.

00:10:57: Speaker 2: Aber im Grunde ist es einfach

00:10:59: Speaker 2: eine stetig steigende Kurve.

00:11:01: Speaker 2: Die macht nicht irgendwie so.

00:11:04: Speaker 2: Das ist nur am Anfang.

00:11:05: Speaker 2: Man kommt zusammen und dann hat

00:11:06: Speaker 2: man das Gefühl, das ist so.

00:11:09: Speaker 2: Aber in Wahrheit, die wirkliche

00:11:10: Speaker 2: Beziehungsentwicklung fängt ja

00:11:12: Speaker 2: eigentlich erst nach diesem

00:11:14: Speaker 2: ersten crazy Verliebtsein an.

00:11:17: Speaker 2: Und das ist einfach was,

00:11:19: Speaker 2: das darf halt stetig nach oben

00:11:20: Speaker 2: gehen.

00:11:21: Speaker 1: Sonst geht es stetig nach unten.

00:11:22: Speaker 1: Es geht oft auch nicht irgendwie

00:11:23: Speaker 1: schnell nach unten, sondern es

00:11:24: Speaker 1: geht halt auch, das ist ja das,

00:11:26: Speaker 1: worüber wir sprechen, es geht

00:11:27: Speaker 1: halt so langsam,

00:11:28: Speaker 1: so dass du dich jeden Tag daran

00:11:29: Speaker 1: gewöhnen kannst,

00:11:31: Speaker 1: ein bisschen weniger miteinander

00:11:32: Speaker 1: zu reden, ein bisschen weniger

00:11:35: Speaker 1: zu umarmen oder was auch immer.

00:11:37: Speaker 1: Bisschen weniger Tiefe, bisschen

00:11:39: Speaker 1: weniger Erfüllung im Miteinander

00:11:43: Speaker 1: sein, bisschen weniger Sehnsucht

00:11:44: Speaker 1: und so weiter, bisschen weniger

00:11:46: Speaker 1: Sex und was da noch alles dazu

00:11:47: Speaker 1: gehört.

00:11:48: Speaker 1: Und das ist ja, also ich finde,

00:11:51: Speaker 1: man kann es besonders gut auch

00:11:52: Speaker 1: jetzt mit Sport vergleichen,

00:11:54: Speaker 1: weil ich meine, wenn du halt

00:11:55: Speaker 1: einfach keinen Sport machst,

00:11:57: Speaker 1: dann bauen sich halt einfach

00:11:58: Speaker 1: deine Muskeln mit der Zeit ab,

00:12:00: Speaker 1: fertig.

00:12:01: Speaker 1: Also es wird halt einfach, also

00:12:02: Speaker 1: du kannst halt nicht einfach

00:12:03: Speaker 1: sagen, jetzt habe ich irgendwie

00:12:04: Speaker 1: ein Jahr lang Sport gemacht und

00:12:07: Speaker 1: jetzt höre ich damit auf und

00:12:09: Speaker 1: zack, bleibt so wie es ist.

00:12:11: Speaker 1: Nein, es bleibt nicht so wie es

00:12:12: Speaker 1: ist.

00:12:12: Speaker 2: Und selbst wenn du, wenn du

00:12:14: Speaker 2: Sport weitermachst und du machst

00:12:16: Speaker 2: immer nur die Übungen, mit denen

00:12:17: Speaker 2: du vor einem Jahr mal angefangen

00:12:19: Speaker 2: hast, das ist halt

00:12:22: Speaker 2: Es geht nicht weiter, stagniert

00:12:25: Speaker 2: oder wird eben halt schlechter.

00:12:28: Speaker 2: Das wird halt schlechter.

00:12:30: Speaker 1: Und das ist das, was glaube ich

00:12:31: Speaker 1: vielen nicht so klar ist, dass

00:12:34: Speaker 1: es

00:12:35: Speaker 1: wichtig ist, dass eine Beziehung

00:12:37: Speaker 1: ein lebendiges Konstrukt oder

00:12:40: Speaker 1: vielleicht sogar ein lebendiges

00:12:42: Speaker 1: Wesen ist,

00:12:44: Speaker 1: an dem man arbeiten muss.

00:12:51: Speaker 2: Auch gerade jetzt,

00:12:54: Speaker 2: wenn du hier zuhörst oder unsere

00:12:56: Speaker 2: Zuhörer, das sind ja Eltern zu

00:12:58: Speaker 2: 99 Prozent.

00:13:00: Speaker 2: Und da hast du ja,

00:13:02: Speaker 2: also allein wenn das erste Kind

00:13:04: Speaker 2: in die Familie kommt,

00:13:06: Speaker 2: hast du ja so einen Impact,

00:13:09: Speaker 2: dass du einfach total gucken

00:13:10: Speaker 2: musst, dass du halt an der

00:13:13: Speaker 2: Beziehung eben auch dran

00:13:14: Speaker 2: bleibst. Was meinst du mit

00:13:15: Speaker 2: Impact? Ja, weil so viel weniger

00:13:16: Speaker 2: Zeit da ist auf einmal.

00:13:18: Speaker 2: Ach so, das meinst du, okay.

00:13:18: Speaker 2: Und das ist ja,

00:13:19: Speaker 2: das ist klar, jeder der, also

00:13:21: Speaker 2: Weil du ja Sexualität

00:13:24: Speaker 2: angesprochen hast.

00:13:25: Speaker 2: Nach so einer Geburt ist jetzt

00:13:27: Speaker 2: nicht so, dass das in der

00:13:29: Speaker 2: gleichen Identität ist.

00:13:30: Speaker 2: Schwangerschaft nicht mehr in

00:13:31: Speaker 2: der gleichen Intensität.

00:13:32: Speaker 2: Vielleicht geht es weiter wie

00:13:33: Speaker 2: davor.

00:13:34: Speaker 1: Und wenn jetzt jemand auch zwei

00:13:37: Speaker 1: oder drei Kinder hat

00:13:38: Speaker 1: hintereinander,

00:13:39: Speaker 1: dann sind es halt sofort vier,

00:13:40: Speaker 1: fünf, sechs Jahre, wo wenig Zeit

00:13:42: Speaker 1: ist,

00:13:43: Speaker 1: wo viel Fokus auf etwas anderes

00:13:45: Speaker 1: ist.

00:13:48: Speaker 1: wo wenig Zeit für Sexualität,

00:13:51: Speaker 1: für wirklich lange intime Zeit

00:13:53: Speaker 1: miteinander ist.

00:13:54: Speaker 1: Und da musst du aktiv,

00:13:57: Speaker 1: also das ist ja das, was wir

00:13:59: Speaker 1: erleben auch an den Eltern, die

00:14:00: Speaker 1: dann auf einmal sagen, ja jetzt

00:14:01: Speaker 1: sind die Kinder, das ist das

00:14:02: Speaker 1: jüngste Kind, fünf, sechs Jahre

00:14:03: Speaker 1: alt, kommt in die Schule oder

00:14:04: Speaker 1: so.

00:14:05: Speaker 1: Und ich merke so,

00:14:06: Speaker 1: okay, ja, wir funktionieren

00:14:08: Speaker 1: vielleicht noch gut.

00:14:11: Speaker 1: Aber mehr ist da nicht.

00:14:13: Speaker 2: Und es ist eigentlich, also ich

00:14:15: Speaker 2: meine, dein Auto würdest du

00:14:17: Speaker 2: jetzt auch nicht fünf Jahre

00:14:18: Speaker 2: nicht zur Inspektion bringen.

00:14:20: Speaker 2: Also ich kann mich erinnern,

00:14:22: Speaker 2: früher an unsere Diskussionen,

00:14:25: Speaker 2: wo du immer gesagt hast, jetzt

00:14:26: Speaker 2: muss man das am Haus renovieren

00:14:28: Speaker 2: oder das muss man machen oder

00:14:29: Speaker 2: so, weil das halt auch da nicht

00:14:31: Speaker 2: geht, dass du halt einfach da

00:14:33: Speaker 2: jahrelang alles irgendwie,

00:14:36: Speaker 2: also wenn du halt alles

00:14:37: Speaker 2: jahrelang schleifen lässt, dann

00:14:38: Speaker 2: geht halt alles mehr und mehr

00:14:39: Speaker 2: kaputt.

00:14:41: Speaker 2: Aber da ist uns das oft noch

00:14:45: Speaker 2: Also offensichtlich ja, da sehen

00:14:46: Speaker 2: wir das oft. Ja, weil du siehst

00:14:47: Speaker 2: es halt.

00:14:47: Speaker 1: Wenn du eine Holzverkleidung am

00:14:49: Speaker 1: Haus hast und die fällt halt

00:14:50: Speaker 1: runter,

00:14:51: Speaker 1: dann ist es ja zu spät.

00:14:52: Speaker 1: Oder wenn du ein Dach hast und

00:14:53: Speaker 1: es regnet rein oder so.

00:14:54: Speaker 1: Wenn du ein altes Haus hast und

00:14:56: Speaker 1: es fängt an richtig rein zu

00:14:57: Speaker 1: regnen, dann ist es ja schon

00:14:58: Speaker 1: fast zu spät.

00:15:00: Speaker 2: Das sind ja einfach nach außen

00:15:02: Speaker 2: sichtbare

00:15:04: Speaker 2: Und das haben wir halt auch

00:15:05: Speaker 2: gelernt, also das haben manche

00:15:07: Speaker 2: von uns, also das hat man auch

00:15:09: Speaker 2: gelernt, ich muss darauf acht

00:15:10: Speaker 2: geben, dann gebe ich darauf

00:15:11: Speaker 2: acht.

00:15:12: Speaker 3: Ja genau und das hat halt

00:15:14: Speaker 3: niemand,

00:15:15: Speaker 3: so gut wie niemand, die

00:15:16: Speaker 3: allermeisten haben das halt

00:15:18: Speaker 3: nicht gelernt in Bezug auf

00:15:19: Speaker 3: Beziehung, dass das halt genauso

00:15:21: Speaker 3: ein, also dass das nicht

00:15:25: Speaker 1: einfach so nebenbei da ist,

00:15:27: Speaker 1: sondern dass das halt genauso

00:15:28: Speaker 1: eine Sache ist, ein Wesen ist,

00:15:31: Speaker 1: das Fokus und Aufmerksamkeit

00:15:34: Speaker 1: benötigt, um

00:15:36: Speaker 1: gedeihen zu können.

00:15:39: Speaker 1: Das ist eine Pflanze, die du

00:15:41: Speaker 1: hegen musst. Es gibt keine

00:15:41: Speaker 1: Wartungsintervalle, die du

00:15:42: Speaker 1: kennst. Ja,

00:15:43: Speaker 1: genau. Das

00:15:43: Speaker 1: ist ja

00:15:47: Speaker 1: die Tatsache,

00:15:51: Speaker 1: Wenn Beziehungen

00:15:52: Speaker 1: anfangen

00:15:55: Speaker 1: schlechter zu werden, also wenn

00:15:57: Speaker 1: du das eben versäumst, die

00:15:59: Speaker 1: Beziehung zu pflegen,

00:16:01: Speaker 1: dann treten

00:16:03: Speaker 1: halt so Schmerzen auf.

00:16:05: Speaker 1: Also das ist ein bisschen

00:16:05: Speaker 1: vielleicht auch wie so

00:16:06: Speaker 1: Rückenschmerzen.

00:16:08: Speaker 1: Und jetzt kann es natürlich mal

00:16:09: Speaker 1: sein, du hast Rückenschmerzen,

00:16:10: Speaker 1: weil du einen Hexenschuss hast,

00:16:11: Speaker 1: weil du dich irgendwie verhoben

00:16:12: Speaker 1: hast.

00:16:13: Speaker 1: Dann musst du halt ein paar Tage

00:16:14: Speaker 1: Ruhe geben und dann ist es in

00:16:15: Speaker 1: der Regel wieder gut.

00:16:16: Speaker 2: Das gibt's natürlich in

00:16:17: Speaker 2: Beziehungen auch.

00:16:18: Speaker 2: So sagst, jetzt haben wir uns

00:16:19: Speaker 2: irgendwie

00:16:20: Speaker 2: vier Wochen lang fast nicht

00:16:21: Speaker 2: gesehen und irgendwie jetzt

00:16:22: Speaker 2: müssen wir mal ein Wochenende

00:16:23: Speaker 2: miteinander verbringen, um

00:16:25: Speaker 2: wieder den Beziehungstank zu

00:16:26: Speaker 2: füllen.

00:16:27: Speaker 3: Das ist natürlich relativ

00:16:28: Speaker 3: einfach.

00:16:29: Speaker 1: Schwieriger ist das, weißt du,

00:16:30: Speaker 1: so dieser Rückenschmerz, mit dem

00:16:32: Speaker 1: du halt morgens aufwachst,

00:16:34: Speaker 1: der so chronisch wird, der so,

00:16:36: Speaker 1: wo du sagst, ja, wo du dich, na,

00:16:38: Speaker 1: gehst mal zum Physiotherapeuten

00:16:39: Speaker 1: oder so vielleicht, aber

00:16:40: Speaker 1: eigentlich gewöhnst du dich mehr

00:16:42: Speaker 1: oder weniger dran, dass der halt

00:16:43: Speaker 1: da ist. Der kommt halt einfach

00:16:45: Speaker 1: davon, dass du schlecht sitzt.

00:16:47: Speaker 1: Schreibtisch oder sowas und das

00:16:48: Speaker 1: machst du halt ständig weiter.

00:16:49: Speaker 1: Ja, genau.

00:16:51: Speaker 1: Ja, oder zu viel die Kinne hebst

00:16:52: Speaker 1: oder was, der Kuckuck, ja ist ja

00:16:53: Speaker 1: vollkommen egal.

00:16:54: Speaker 1: Nur halt zu sehen, wir sind halt

00:16:56: Speaker 1: so Gewohnheitstiere.

00:16:57: Speaker 1: Was nicht schlimmer wird, was

00:16:59: Speaker 1: nicht,

00:17:00: Speaker 1: das ist das, was du vorher mit

00:17:01: Speaker 1: dieser Kurve gemeint hast, auch

00:17:02: Speaker 1: was halt nur so langsam

00:17:04: Speaker 1: schlechter wird,

00:17:06: Speaker 1: da gewöhnen wir uns halt auch

00:17:08: Speaker 1: dran. So wie du halt nicht,

00:17:10: Speaker 1: also wenn du so und dann nimmst

00:17:11: Speaker 1: du mal ein Kilo zu und noch ein

00:17:13: Speaker 1: Kilo und noch ein Kilo und nach

00:17:15: Speaker 1: einem Jahr passen die ersten

00:17:16: Speaker 1: Hosen nicht mehr oder so und

00:17:18: Speaker 1: dann denkst du halt, okay, hab

00:17:19: Speaker 1: ich ein bisschen zu viel

00:17:20: Speaker 1: Aber wenn du eigentlich dann mal

00:17:21: Speaker 1: Fotos vergleichst, stellst du

00:17:22: Speaker 1: fest, oh, das ist nicht nur ein

00:17:24: Speaker 1: bisschen gewesen.

00:17:25: Speaker 2: Und das ist, so werden halt auch

00:17:27: Speaker 2: Beziehungen schlechter.

00:17:28: Speaker 2: Und die Schmerzen in

00:17:29: Speaker 2: Beziehungen,

00:17:31: Speaker 2: die sind, über die können wir

00:17:33: Speaker 2: jetzt einfach noch ein bisschen

00:17:34: Speaker 2: reden.

00:17:35: Speaker 1: Also die Schmerzen in

00:17:37: Speaker 1: Beziehungen, das ist ja quasi

00:17:39: Speaker 1: Eigentlich immer, wenn du dich

00:17:40: Speaker 1: im Beisein des anderen oder wenn

00:17:42: Speaker 1: du an den anderen denkst, wenn

00:17:43: Speaker 1: du anfängst, dich mehr schlecht

00:17:44: Speaker 1: zu fühlen als gut zu fühlen.

00:17:46: Speaker 1: Das sind die Rückenschmerzen in

00:17:47: Speaker 1: einer Beziehung.

00:17:50: Speaker 2: Genau.

00:17:50: Speaker 1: Wenn du dich ärgerst, also so in

00:17:53: Speaker 1: dir, wenn du irgendwelchen Groll

00:17:54: Speaker 1: hast, das ist ja immer, wenn du

00:17:55: Speaker 1: denkst an den anderen und denkst

00:17:56: Speaker 1: eigentlich mehr

00:17:58: Speaker 1: negativ,

00:17:59: Speaker 1: mehr mit negativen Gefühlen als

00:18:01: Speaker 1: mit positiven Gefühlen.

00:18:02: Speaker 2: Genauso, wenn du dich schuldig

00:18:03: Speaker 2: fühlst,

00:18:04: Speaker 2: ist dieselbe Nummer eigentlich.

00:18:07: Speaker 2: Und was unsere Kunden oft auch

00:18:10: Speaker 2: erzählen, was auch so ein

00:18:11: Speaker 2: klassisches Phänomen ist, davon,

00:18:13: Speaker 2: dass die Beziehung schlechter

00:18:14: Speaker 2: wird, ist einfach, wenn die

00:18:15: Speaker 2: Kommunikation so dysfunktional

00:18:17: Speaker 2: wird.

00:18:17: Speaker 1: Wenn du eigentlich nur noch über

00:18:19: Speaker 1: Orga -Zeug redest, wenn da

00:18:22: Speaker 1: überhaupt kein Raum mehr ist für

00:18:24: Speaker 1: irgendwelche tiefer gehenden

00:18:27: Speaker 1: Gespräche.

00:18:31: Speaker 1: Und wenn du dich dann halt oft

00:18:32: Speaker 1: schon wieder in die Haare

00:18:32: Speaker 1: kriegst, also wenn die Gespräche

00:18:34: Speaker 1: halt dann immer irgendwie in

00:18:35: Speaker 1: Meinungsverschiedenheiten enden.

00:18:37: Speaker 1: Ja,

00:18:38: Speaker 1: oder auch, wenn...

00:18:43: Speaker 2: Ja,

00:18:46: Speaker 2: auch wenn so...

00:18:49: Speaker 2: so tägliche Berührungen einfach

00:18:50: Speaker 2: weniger werden.

00:18:51: Speaker 1: Also es müssen noch gar nicht

00:18:52: Speaker 1: immer die Umarmungen sein, aber

00:18:54: Speaker 1: es ist auch so dieses sich im

00:18:55: Speaker 1: Vorbeigehen mal über die

00:18:56: Speaker 1: Schulter streichen oder über den

00:18:57: Speaker 1: Rücken streichen oder sowas.

00:18:59: Speaker 1: Ja oder auch so dieses,

00:19:01: Speaker 1: wie viel habt ihr Blickkontakt?

00:19:03: Speaker 1: Also wenn der Blickkontakt

00:19:05: Speaker 1: anfängt weniger zu werden, das

00:19:06: Speaker 1: ist ja auch so ein Anzeichen

00:19:08: Speaker 1: dafür, dass Beziehung schlechter

00:19:10: Speaker 1: wird oder wenn

00:19:12: Speaker 1: man so merkt, dass es eigentlich

00:19:13: Speaker 1: Dinge gibt,

00:19:15: Speaker 1: immer mehr Dinge gibt, die man

00:19:17: Speaker 1: mit dem anderen nicht teilt.

00:19:19: Speaker 1: Und

00:19:21: Speaker 1: da geht es jetzt gar nicht um

00:19:22: Speaker 1: Geheimnisse, sondern einfach,

00:19:24: Speaker 1: dass du merkst, oh wow,

00:19:26: Speaker 1: da habe ich eigentlich gar

00:19:27: Speaker 1: nicht, da spreche ich einfach

00:19:28: Speaker 1: nicht drüber, weil wir nicht

00:19:30: Speaker 1: drüber sprechen.

00:19:31: Speaker 1: Ja,

00:19:33: Speaker 1: das war in unserer

00:19:35: Speaker 1: Entwicklung sozusagen, war das

00:19:37: Speaker 1: auch so mal so eine Erkenntnis,

00:19:40: Speaker 1: wo

00:19:41: Speaker 1: wo wir das so festgestellt haben

00:19:43: Speaker 1: oder so,

00:19:44: Speaker 1: dass

00:19:47: Speaker 1: das nicht für uns beide

00:19:49: Speaker 1: gleichermaßen normal war, dass

00:19:51: Speaker 1: es nichts gibt, was der andere

00:19:53: Speaker 1: nicht von einem weiß.

00:19:56: Speaker 1: Das

00:20:01: Speaker 1: ist ja am Ende des Tages auch

00:20:03: Speaker 1: ein Indiz dann dafür, dass der

00:20:05: Speaker 1: andere eben halt nicht deine

00:20:06: Speaker 1: erste Ansprechperson ist.

00:20:11: Speaker 1: Das erleben wir halt,

00:20:13: Speaker 1: dass das halt für so eine

00:20:14: Speaker 1: Beziehung schon ziemlich cool

00:20:15: Speaker 1: ist, wenn du halt einfach weißt,

00:20:17: Speaker 1: dein Partner oder deine

00:20:18: Speaker 1: Partnerin ist nicht nur dein

00:20:19: Speaker 1: Partner, sondern halt dein Best

00:20:21: Speaker 1: Buddy. Also das ist halt die

00:20:22: Speaker 1: Person,

00:20:23: Speaker 1: mit der du halt alles

00:20:26: Speaker 1: teilst.

00:20:31: Speaker 1: Und ich

00:20:33: Speaker 1: finde, was auch so ein wichtiger

00:20:34: Speaker 1: Punkt ist, ist einfach so die

00:20:36: Speaker 1: Sehnsucht.

00:20:39: Speaker 1: Also wenn die Sehnsucht,

00:20:41: Speaker 1: wenn du so für dich

00:20:44: Speaker 1: bemerkst,

00:20:45: Speaker 1: ich finde es eigentlich gar

00:20:47: Speaker 1: nicht so schlecht, wenn der

00:20:47: Speaker 1: andere nicht da ist, weil dann

00:20:49: Speaker 1: gibt es weniger Anspannung oder

00:20:51: Speaker 1: dann quatscht mir keiner rein

00:20:53: Speaker 1: oder whatever.

00:20:55: Speaker 2: Und im

00:20:59: Speaker 2: Unterschied zu ihr seht euch

00:21:01: Speaker 2: zwei Stunden nicht und seid

00:21:04: Speaker 2: schon irgendwie die erste SMS am

00:21:05: Speaker 2: Tippen oder WhatsApp oder was

00:21:07: Speaker 2: auch immer, weil halt

00:21:09: Speaker 1: weil so viel immer passiert in

00:21:11: Speaker 1: eurem Leben, was ihr mit dem

00:21:12: Speaker 1: anderen halt einfach teilen

00:21:13: Speaker 1: wollt. Also jetzt nicht im Sinne

00:21:14: Speaker 1: von, ich kann nicht ohne den

00:21:16: Speaker 1: anderen sein, sondern so im

00:21:17: Speaker 1: Sinne von,

00:21:19: Speaker 1: ich lasse dich so gerne an

00:21:20: Speaker 1: meinem Leben teilhaben, weil das

00:21:23: Speaker 1: halt unser Leben ist.

00:21:26: Speaker 1: Das sind also Anzeichen,

00:21:28: Speaker 1: dass Beziehungen schlechter

00:21:30: Speaker 1: werden. Das sind so die ersten

00:21:31: Speaker 1: Schmerzen.

00:21:34: Speaker 1: Die ersten Red Flags, die sich

00:21:35: Speaker 1: eigentlich so zeigen.

00:21:37: Speaker 2: Und das gilt halt, das ist halt

00:21:40: Speaker 2: wie mit den Rückenschmerzen.

00:21:42: Speaker 2: Wenn du halt immer an derselben

00:21:43: Speaker 2: Stelle Rückenschmerzen hast,

00:21:45: Speaker 2: dann ist es halt vielleicht

00:21:47: Speaker 2: nicht der klügste Move, alles

00:21:50: Speaker 2: wie bisher weiterzumachen und zu

00:21:52: Speaker 2: hoffen, dass die irgendwann

00:21:53: Speaker 2: weggehen, weil die sind dann

00:21:54: Speaker 2: halt irgendwann, heißt es halt

00:21:55: Speaker 2: dann, Bandscheibe rausgesprungen

00:21:57: Speaker 2: oder wie bei einem Mann von

00:22:00: Speaker 2: einer Kundin von uns, ja,

00:22:01: Speaker 2: Bandscheibe nicht mehr da oder

00:22:03: Speaker 2: irgend sowas,

00:22:04: Speaker 2: was halt dann am Ende

00:22:07: Speaker 2: gravierende Folgen hat, wo du

00:22:08: Speaker 2: halt mit viel Aufwand dann

00:22:11: Speaker 2: wieder dafür sorgen musst, dass

00:22:13: Speaker 2: es vielleicht irgendwie wieder

00:22:15: Speaker 2: gut wird.

00:22:16: Speaker 1: Ich meine, so eine Bandscheibe,

00:22:17: Speaker 1: die weg ist, die ist ja erst mal

00:22:18: Speaker 1: einfach weg.

00:22:20: Speaker 1: Vertrauen in eine Beziehung, das

00:22:21: Speaker 1: nicht mehr da ist, ist halt erst

00:22:22: Speaker 1: mal weg.

00:22:23: Speaker 2: Also nicht, dass man da nicht

00:22:24: Speaker 2: auch wieder was tun kann, aber

00:22:26: Speaker 2: der Aufwand, den es braucht, um

00:22:28: Speaker 2: es zu verbessern, wird halt

00:22:29: Speaker 2: immer größer, je tiefer ihr euch

00:22:32: Speaker 2: schon in die

00:22:33: Speaker 2: scheiße geritten habt und ich

00:22:35: Speaker 2: weiß schon, dass das total,

00:22:37: Speaker 2: also dass wir dazu neigen,

00:22:39: Speaker 2: so nach dem Motto, ich will gar

00:22:40: Speaker 2: nicht, ich gehe gar nicht zum

00:22:42: Speaker 2: Zahnarzt, weil dann merke ich

00:22:43: Speaker 2: nicht, was alles blöd ist, so

00:22:44: Speaker 2: ja, aber es hilft ja nichts.

00:22:46: Speaker 1: Ja und es ist einfach so, um das

00:22:48: Speaker 1: Bild mit dem Auto oder mit dem

00:22:50: Speaker 1: Haus nochmal hochzuholen ist,

00:22:52: Speaker 1: reparieren, äh, instand halten,

00:22:54: Speaker 1: ist immer der bessere Weg als

00:22:56: Speaker 1: reparieren müssen.

00:22:58: Speaker 1: Es ist immer der bessere Weg.

00:23:00: Speaker 2: Das Problem ist halt, dass die

00:23:01: Speaker 2: meisten nicht wissen, wie

00:23:02: Speaker 2: entstandhalten bei Beziehungen

00:23:04: Speaker 2: geht.

00:23:06: Speaker 1: Dafür gibt es uns.

00:23:07: Speaker 2: Dafür gibt es uns.

00:23:08: Speaker 2: Genau.

00:23:09: Speaker 1: Und wenn du es halt lernen

00:23:10: Speaker 1: willst,

00:23:12: Speaker 1: dann mach dich hier VR und mach

00:23:14: Speaker 1: dich auf den Weg und halt deine

00:23:16: Speaker 1: Beziehung instand, damit ihr es

00:23:18: Speaker 1: schön miteinander haben könnt.

00:23:21: Vielen herzlichen Dank fürs

00:23:22: Zuhören und Zuschauen.

00:23:23: Alles Liebe für dich.

00:23:24: Bis zum nächsten Mal.

00:23:25: Tschüss.

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