209 Schlechte Noten für den Partner - Gift für eure Familie

Shownotes

Wenn wir Eltern werden, wird’s ernst – und laut. Nicht nur mit den Kindern, sondern vor allem in der Beziehung. Plötzlich steht das ganze Fundament auf dem Prüfstand: Werte, Erziehung, Nähe, Ordnung, Ernährung, Medien… Und was wir oft nicht bemerken: Wir werten einander ab – still und leise.

In dieser Folge sprechen Uli & Bernd über: Eine Studie, die zeigt, wie erschreckend schlecht Eltern das Erziehungsverhalten ihres Partners bewerten. Warum diese innere Bewertung eure Beziehung vergiftet – und was sie mit eurer eigenen Unsicherheit zu tun hat. Welche zerstörerischen Dynamiken dadurch bei euren Kindern entstehen. Und: Wie du diese Dynamik mit einem einzigen Perspektivwechsel sofort verändern kannst. 🎯 Diese Folge ist eine Einladung, dich und deinen Partner (neu) zu sehen – jenseits von Kritik, Motzstimme und „ich mach’s aber richtig“.

Shownotes: 👥 Thema der Folge: Was passiert in der Paarbeziehung, wenn wir das Elternsein des anderen ständig innerlich bewerten? Und wie wirkt sich das auf unsere Kinder aus? 🛠️ Was du mitnimmst: Was dein innerer Kritiker mit deinem Beziehungsglück zu tun hat Warum du eher auf das schaust, was nicht funktioniert – und wie du das ändern kannst Wie du das Anderssein deines Partners nicht mehr bekämpfst, sondern als Geschenk erkennst Konkrete Beispiele: Von Brotdosen bis Spielplatz – so sieht unbewusste Abwertung im Alltag aus Erste Schritte, um euren Familienalltag in ein wertschätzendes Miteinander zu verwandeln

📌 Für dich, wenn du… … dich manchmal fragst, ob ihr als Eltern „gut genug“ zusammenpasst. … das Gefühl hast, ihr seid oft nicht einer Meinung – und das stresst dich. … endlich lernen willst, wie eure Unterschiede zu eurer größten Stärke werden. 💡 Tipp: Erkenne, was dein Partner gut macht – nicht nur für dich, sondern vor allem laut vor deinem Kind. Denn nichts stärkt Familien mehr, als Eltern, die sich gegenseitig groß machen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Es ist ja total oft so, wenn wir als paar Eltern werden, dass da so viele unterschiedliche Werte aufeinander prallen und genau dieses Elternsein ja für viele total herausfordernd ist.

00:00:15: Ja, weil ja auch neue Facetten in uns überhaupt zu Tage kommen, die wir vorher selber ja noch gar nicht gekannt haben.

00:00:22: Ja, absolut.

00:00:23: Und das Spannende ist halt, wie.

00:00:27: und das ist... so interessant, weil wir hatten da ja in unserer Beziehungs-Challenge, hatten wir da ja jetzt auch viel darüber gesprochen.

00:00:35: Und jetzt ist uns parallel dazu eine Studie in die Hände gefallen, wo es einfach darum geht, wie Eltern das Erziehungsverhalten des jeweils anderen Partners bewerten und einordnen.

00:00:51: Und das ist eigentlich total spannend, da mal zu gucken, wie oder sich das mal bewusst zu machen, wie schlecht wir eigentlich voneinander denken.

00:01:02: Also das ist ja, ich trau mich schon was nicht zu sagen, aber ja, wie schlecht wir voneinander denken.

00:01:08: Aus dieser Umfrage kommt es, geht es zumindest hervor.

00:01:11: Und das ist ja schon mal, oder aus dieser Studie.

00:01:14: Ja, ist ja keine

00:01:15: Umfrage.

00:01:15: Ja, genau.

00:01:16: Also aus dieser Studie geht es hervor und das ja einfach spannend da mal hin zu gucken.

00:01:29: Was hat es vielleicht für Auswirkungen auch auf die Beziehung?

00:01:31: Was hat es für eine Auswirkung auf die Kinder?

00:01:34: Und wie, äh, ich find's gleichzeitig so geil, weil's was ist, was man so leicht verändern kann.

00:01:40: Ja, klar.

00:01:41: Und damit aus meiner Sicht, aber will ich jetzt nicht zu weit vorgreifen natürlich schon, ich sollte euch auch die Folge angucken.

00:01:47: Ähm,

00:01:50: aus meiner Sicht ein großen Hebel hat eigentlich, der relativ einfach, so relativ einfach eben zu verändern ist.

00:01:56: Ja.

00:01:56: Mit einer großen Auswirkung.

00:02:02: Hallo und herzlich willkommen hier beim gemäckerfrei Podcast.

00:02:05: Dem Podcast für liebevolle Beziehungen.

00:02:07: In der Familie.

00:02:08: Als Paar.

00:02:09: Und mit dir selbst.

00:02:10: Schön, dass du hier bist, dass du zuherst, dass du zu schaust.

00:02:13: Wir sind Uli und Bernd.

00:02:15: Wir haben gemäckerfreie Gründe.

00:02:17: Wir sind Eltern von vier Kindern und Großeltern von einem Enkel.

00:02:21: Und wir haben schon viele, viele Zehntausend Menschen dabei begleiteten, gemäckerfreien, liebevollen Familienalltag zu erschaffen, unter anderem mit unseren drei Spiegelbestellern, vier Büchern.

00:02:32: Und freuen uns, dass du heute hier bist und gespannt bist, wie Vätermütter und Mütterväter bewerten.

00:02:40: Genau.

00:02:43: Und wie du das verändern kannst.

00:02:45: Ja.

00:02:46: Und was es für Auswirkungen hat überhaupt?

00:02:48: Auswirkungen hat besiert und was es für Auswirkungen ist, wenn du es verändert hast.

00:02:53: In dieser Studie wird einfach deutlich, dass über ein Drittel der Väter glauben, dass die Art und Weise, wie die Mamas mit den Kindern umgehen, höchstens der Note drei oder schlechter entspricht.

00:03:10: Ja, also es wurde aber nach Schulnoten eins bis sechs wertet.

00:03:15: Genau, die Väter, zwei Drittel der Väter geben eine drei oder schlechter ihre Partnerin.

00:03:21: Ja, ein Drittel, sorry, zwei Drittel, ein Drittel.

00:03:24: Ja, ein Drittel der Väter.

00:03:25: Und genauso anders drum geben die Mütter den Väter einfach auch nur eine drei oder schlechter.

00:03:34: Wenn ich da noch mal auf die Zahlen gucke, da sind es sogar noch mehr als ein Drittel, da sind es quasi ... über die Hälfte der Mütter geben den Vätern eine drei oder schlechter.

00:03:46: Und ich meine, jetzt ist eine drei befriedigend, hat man, sagt man mal so schön, aber das ist jetzt nicht so, dass man sagt, boah, ich finde echt, du bist voll der coole Papa oder so.

00:03:56: Und da einfach festzustellen, okay, gegenseitig ... Jeder von uns, als Mama oder Papa, hat so eine Motsstimme in sich, wo er den anderen in seinem Elternsein kritisiert.

00:04:12: Ja.

00:04:15: Und diese Stimme, die ist ja sehr spannend.

00:04:25: Ich bin gespannt,

00:04:25: was du selbst sagst.

00:04:27: Weil ganz häufig ist es ja das, was einem am anderen auffällt.

00:04:37: Fällt einem ja nur deshalb auf.

00:04:40: Weil man es auch selber irgendwie hat.

00:04:44: Weil man selber damit in Resonanz geht.

00:04:47: Und deswegen ist es ja eigentlich nie, also aus meiner Sicht, nie ein Indikator dafür, dass der andere tatsächlich was falsch macht, sondern in Wahrheit ist es für mich immer nur ein Indikator.

00:05:09: Da muss ich mich selber in der eigenen Nase fassen.

00:05:14: muss ich selber die Verantwortung übernehmen.

00:05:16: Ja, ich mein, das Problem ist ja, dass wir grundsätzlich eine sehr negative Sicht auf uns selbst haben.

00:05:28: Also, als, na, wie vielen Mamas fällt es total schwer, wenn wir danach fragen, warum bist du die beste Mama für deine Kinder, da eine Antwort darauf zu geben.

00:05:38: Das ist ja gerade bei den Mamas auch so, dass die eben, wenn die nach ihrem Selbstbild gefragt sind, das ist ja noch schlechter.

00:05:43: Das sind ja noch mehr, die sich in den Dreiehubschlicht ergeben, oder?

00:05:49: Wir müssen die Studie noch mal genau auseinander nehmen, dass wir zu was Falsches sagen.

00:05:53: Aber grundsätzlich zu sehen, dass wir selber, vielleicht findest du es auch gerade raus, aber wir selber so selbstkritisch mit uns sind und um das besser ertragen zu können, finden wir dann immer noch die Fehler beim anderen, weil dann können wir uns selber ein bisschen besser fühlen.

00:06:21: Ja und wir sind es halt auch gewohnt, also ich will es, das ist halt, das ist ja auch eine, und das ist ja so, das ist so eine lustige Divergenz, weil wie du ja sagst, haben wir alle so einen inneren Kritiker oder diese innere Motschstimme, die uns an sich selber immer wieder klein macht und gleichzeitig haben wir es schon gelernt, dass einfach immer wieder jemand anderes Schuld

00:06:46: ist.

00:06:46: Ja voll.

00:06:47: Also diese Opferhaltung ja auch gelernt.

00:06:52: Oder vielleicht ist es auch eine Reaktion, um sich selbst zu schützen, ist an sich auch egal.

00:06:57: Nur ich finde das immer wieder total, ich finde es immer wieder total spannend und auch lustig, wirklich lustig, auch wenn sich das bei dem Thema ein bisschen blöd anhört.

00:07:11: Aber ich finde es lustig, auch so eine Meta-Ebene zu gehen und das zu beobachten und zu bemerken.

00:07:20: Was labert diese Stimme, die ich tatsächlich dann so ein bisschen von mir trenne, extra mich dissoziere von mir selbst, was man sonst nicht tun sollte, um mich beobern zu können sagen, was labert der da?

00:07:32: Was ist es für ein Mist jetzt zu sagen, du hättest da irgendwas falsch gemacht, oder sonst irgendjemand, oder von den Kindern, ist ja vollkommen wurscht.

00:07:40: Wir glauben halt immer, ja, weil lass mal bei den Eltern, weil ich glaube, Das große Problem ist einfach, dass wir in uns so verunsichert sind.

00:07:52: Und das werden jetzt viele, die zuhören, wenn ich sage, ich bin nicht verunsichert, ist klar.

00:07:56: Aber wir sind in uns so verunsichert, dass wir als Reaktion darauf immer glauben, dass das, wie wir auf die Welt schauen, die einzig mögliche Art und Weise ist.

00:08:06: Wir benennen das, und das ist so spannend, weil in diesen Studien sind, ist das auch gelb und blau benutzt.

00:08:11: Und wir benutzen ja auch immer gelb und blau, was zusammen grün wird.

00:08:16: Wir glauben halt, wenn wir sagen, die Welt ist gelb.

00:08:19: dann glauben wir, jeder muss auch mit uns der Meinung sein, dass die Welt gelb ist, weil uns das, und das machen wir, weil uns das Sicherheit gibt, weil wir dann nicht in Frage stellen, weil wir uns dann selber nicht in Frage stellen müssen.

00:08:33: Und wenn ich jetzt zum Beispiel sage, es gibt ein Eis und du sagst, es gibt drei Eis, dann sage ich, kann ich sagen, nee, natürlich gibt es nur ein Eis.

00:08:40: Was bist du für ein blöder Papa, dass du drei Eis?

00:08:42: Das muss man doch wissen, dass so viel Zucker ungesund ist.

00:08:45: Und damit kann ich meine... Ich verschands mich hinter meiner Meinung und hinter meiner Position, um mich innerlich stabiler zu machen.

00:08:59: um mich weniger in Frage stellen zu müssen.

00:09:01: Weil sonst müsste ich ja die ganze Zeit sagen, ja, was, wenn der andere doch recht hat, was, wenn man auch drei Eis essen könnte.

00:09:06: Und jetzt ist Eisessen ja noch voll harmlos an der Stelle.

00:09:09: Aber wenn es jetzt zum Beispiel darum geht, was darf das Kind, was darf das Kind nicht, darf es ein Handy, wann sage ich, jetzt wird aber mal, also wann, wann bin ich sanft, wann bin ich auch mal ein bisschen fordernd.

00:09:21: Also diese Dinge, da muss ich ja ständig sonst mich selber in Frage stellen.

00:09:26: Und in dem Moment, wo ich sage, meine Position ist die richtige.

00:09:29: Und du bist der Depp, weil du machst es nicht so wie ich, dann muss ich mich selber weniger hinterfragen.

00:09:38: Und das ist, glaube ich, das, was passiert.

00:09:40: Aber was wir die Kindern dabei vorleben, das müssen wir ja auch mal im Betracht ziehen.

00:09:46: Na ja, die Kinder, die Kinder spüren ja, dass du dem Partner dann geringeres Scoring gibst.

00:09:55: Also, dass sie,

00:09:56: die spüren

00:09:57: ja diese Abwertung, die da eigentlich mit drin steckt.

00:09:59: Die spüren

00:10:00: das.

00:10:01: Und also, die Kinderspüren ist unter Vorderbeziehung, wiegt sich das ja auch?

00:10:07: Ja, und die Kinder machen halt einen von zwei Mechanismen.

00:10:09: Entweder verbünden sie sich mit dir, wenn du der bist, der den anderen abwertet, dann verbünden die sich jetzt zum Beispiel mit dir.

00:10:17: Das erleben wir oft, dass sich Kinder mit Müttern verbünden, zum Beispiel.

00:10:21: Oder im Sinne von wir zwei gegen den bösen Papa.

00:10:25: Oder

00:10:25: aber was anders passiert ist, dass das Kind gegen dich geht, weil du den geliebten Papa sozusagen, also jetzt, wenn ich es mal so mache, ja, weil beschützt den anderen.

00:10:36: Genau, und verbündet sich mit dem anderen gegen dich sozusagen.

00:10:41: Aber das macht halt die Familiendynamik halt... Kaputt,

00:10:49: mehr anstrengend, lau, du hast ständig Konflikte und verstehst auch nicht warum, weil es eben auf dieser drunterliegenden Ebene ja passiert.

00:10:58: Ja, genau.

00:10:59: Und jetzt haben wir auch versprochen, dass wir drüber sprechen wollen, wie man das ganz einfach verändern kann.

00:11:05: Ja.

00:11:07: Bin ich gespannt, was wir da raushauen wollen.

00:11:11: Na ja, du fängst halt an.

00:11:13: Also, und ich muss jetzt eines dazu sagen, ich komme zu einem meiner Lieblingsprinzipien, nämlich den Prinzipien.

00:11:21: Das Prinzip ist einfach, die Umsetzung ist für den einen oder anderen wahrscheinlich nicht so einfach.

00:11:28: Das Prinzip ist ganz einfach.

00:11:29: Du fängst anderen dem anderen, die stärken zu sehen.

00:11:32: Du fängst anderen dem anderen zu sehen, was... Warum ist sie ein cooler Papa?

00:11:37: Warum ist sie eine coole Mama?

00:11:38: Was macht sie großartig?

00:11:39: Und hebst es raus?

00:11:40: In dir?

00:11:41: Für dich selbst erst mal zu sehen, wenn du jetzt bemerkst, anhand der Folge merkst, okay, ich bin da immer so, ich sag da, was macht die da, wenn uns sind, so eine Quatsch und so, ständig macht die da, bla, bla, bla.

00:11:53: Und dann sagst du, okay, ich will diese Stimme jetzt verändern und jetzt gucke ich mal drauf, was macht die alles toll?

00:11:59: Was macht sie?

00:11:59: Was macht er alles toll mit den Kindern?

00:12:01: Und das machst du erst mal in dir selber groß, dass

00:12:03: du das selbst zu bemerken.

00:12:05: Ja, ich würde sogar noch was ergänzen, ich dir dazwischen fahren darf, weil ich finde, ich finde, es geht noch nicht mal darum zu sehen, was macht der andere gut, sondern ich finde, es geht im ersten Schritt sogar darum zu sehen, was macht der andere anders als ich?

00:12:23: Weil es ist ja schon per se... Für euch als Familie wertvoll, wenn der andere Dinge anders macht als du, weil dich gibt es ja schon.

00:12:34: Also das hilft ja gar nichts, wenn der Andere es auch so macht wie du, weil das macht ja die Erfahrungswelt der Kinder total eng, weil dann hätten die ja quasi... Also wenn ich jetzt gelb bin und du wärst auch gelb, dann hätten die Kinder ja nur gelb, dann würden die ja nie blau kennenlernen.

00:12:56: Also eigentlich geht es ja genau drum zu sehen, okay cool, der andere hat dann einen anderen Standpunkt und vielleicht finde ich den sogar total doof, aber es ist trotzdem gut, dass er den anderen Standpunkt hat, weil das macht die Welt für mein Kind weiter.

00:13:12: Ja, könnte sein, dass das vielleicht auch der zweite Schritt ist.

00:13:14: Ich bin mir nicht so sicher, ob das so einfach ist für jeden schon.

00:13:18: Aber das müsst ihr für mich selber entscheiden.

00:13:20: Ja, also am Ende geht es darum, dass du bemerkst, was der andere gut macht.

00:13:25: Also, dass der andere anders macht und dass du das gut findest.

00:13:28: Dass du die

00:13:28: Andersartigkeit des anderen gut findest und das groß machst.

00:13:34: Und ein weiterer Schritt ist, dass du auch drüber sprichst.

00:13:39: Also, dass du das nicht nur in dir denkst, sondern es auch sagst.

00:13:43: Du kannst auch vor den Kindern sagst.

00:13:45: Also auch Dinge, die eben der andere macht mit den Kindern, für die Kinder, dass du die groß machst.

00:13:56: Und das auch mal.

00:13:57: Boah, die Kinder sagst, das ist schon cool, was die Mama da immer, dass die Mama mir durchknete macht.

00:14:03: Genau, ich würde nämlich gerade noch ein paar Beispiele mal reinbringen, zwar zum Einen auch schon mal über dieses Abwerten.

00:14:09: Also was sagten eigentlich, also für alle, die das vielleicht noch nicht so tief drin sind, dass man diese Stimme mal noch ein bisschen konkreter macht, die halt dann zum Beispiel sagt, was muss die jetzt da noch mal extra, also was macht die da für einen Pferd mit den Brotdosen?

00:14:23: Können die Kinder nicht einfach nur im Brot und einen Apfelschnitts mitkriegen?

00:14:26: da früher auch gereicht.

00:14:28: Ja.

00:14:28: Oder also die siebzehnte Mütze hätte es jetzt wirklich nicht mehr gebraucht.

00:14:32: Jetzt hockt die wieder im Keller und näht da stundenlang rum.

00:14:35: Nur weil sie glaubt die Kinder müssten jetzt noch irgendwelche selbstgenähten Mützen haben.

00:14:38: Das ist ja wirklich vollkönnlich.

00:14:39: Sollte auch jemand auch.

00:14:40: Hier sieht es aus wie bei Bolle und am Bett und jetzt muss die da im Keller sitzen und irgendwelches Zeug nähen.

00:14:48: Oder was wäre noch so?

00:14:49: Beispiele?

00:14:51: Ja auch so was weiß ich nicht.

00:14:53: Kann der nicht... Ist der ständig mit denen nur rumtoben?

00:14:56: Kann der nicht mal gucken, dass hier auch mal was passiert oder sowas?

00:14:59: Oder lässt die dann?

00:15:00: Das

00:15:01: ist schon wieder viel zu spät, jetzt tuppt er wieder nur mit den

00:15:04: rumen.

00:15:04: Der tuppt nur mit den rumen, hat wieder die zeit nicht im Blick und dann kommen die wieder so spät ins Bett und sind dann wieder gemerkt.

00:15:09: Ich hatte morgen dann wieder knatschig an der Backe.

00:15:11: Ja, so,

00:15:12: genau.

00:15:13: Die du oft vielleicht auch nur denkst, weil du schon weißt, du willst es gar nicht sagen, weil es dir eigentlich auch peinlich ist, vielleicht sogar.

00:15:18: Kann ja sein, aber...

00:15:21: Aber dieser unterschwellige Knaht, immer auch so, auch wenn man so dieses... Der andere ist mit den Kindern, du kommst nach Hause und irgendwie die Wäsche ist noch nicht abgehängt, in der Küche sieht es aus wie Schwein und die Kinder sind noch nicht im Bett und irgendwie haben die da Halligalle hochzehn, haben eigentlich totalen Spaß und gleichzeitig merkst du halt, wie es in dir hochfrustet, weil du halt siehst, was alles noch nicht erlebt.

00:15:48: ist so.

00:15:50: Solche, die da meinen, ja auch.

00:15:53: Oder das, was weiß ich, was der andere immer erlaubt, dass der sich nicht drum kümmert, dass die Kinder gesund essen oder dass die immer glauben, Kinder müssten sonst wie gesund essen.

00:16:03: Weißt du, Koko, all diese Sachen.

00:16:05: Und verändern tut sich das eben.

00:16:08: Wir machen das ja oft auch, dass wir das dann den Kindern gegenüber sogar artikulieren.

00:16:13: Der Papa hat wieder ein Strang gedacht, das zu besorgen.

00:16:17: Jetzt kannst du nicht deinen Müsli mit Joghurt essen, weil der Papa hat wieder vergessen, das Müsli zu kaufen.

00:16:22: Also wo wir den anderen sofort in Kindern in die Pfanne hauen.

00:16:30: Der Papa hat wieder seine tollen fünf Minuten, ist gleich wieder vorbei.

00:16:34: Da ist die Mama wieder so ängstlich und lässt sich nicht kommen.

00:16:36: Wir gehen das mal machen, da am Spielplatz, geh du mal da klettern.

00:16:40: Das erzählte der Mama gar nicht, weil die ist da wieder nur ängstlich, dass dir was passieren könnte.

00:16:43: Also solche Sachen.

00:16:45: Wo wir damit den Kindern Koalitionen schmieden, was halt der Paarbeziehung und auch deinem Kind nachhaltig schadet, weil dein Kind will sich nicht zwischen euch Eltern entscheiden müssen.

00:16:58: Das ist nicht die Aufgabe von einem Kind.

00:17:01: Und je mehr ihr diese Andersartigkeit feiert und damit einfach lernt, das groß zu machen, Und auch wenn ich jetzt an deinem Beispiel so und auch für den anderen dann einzustehen.

00:17:13: Also wenn es Müsli, aber das ist ein Beispiel, mit dem das Müsli ist aus, einfach zu sagen, okay, das Müsli ist aus, wie wär's denn mal mit einem Marmeladenbrot oder?

00:17:20: Also einfach um da nicht, um eben nicht zu sagen, weil ich meine, jeder... Wenn es dir an vergessen hat, ist es immer schlimm, wenn man selber vergessen hat, sagt man, ja, hab ich halt vergessen.

00:17:29: Ja, ich kann das auch auf mich zu mir nehmen, dass ich einfach sage, du, ja, müsst ihr ja mal vergessen zu kaufen.

00:17:35: Genau.

00:17:35: Das muss überhaupt nicht dem anderen, ich muss das dem anderen nicht angreifen.

00:17:40: Und ganz und andersrum, das, was du ja gesagt hast, dann die Sachen groß machen, genau das umzutreten, zu sagen, ihr habt so einen coolen Papa, der hat schon wieder das Megamüsli für euch gekauft, wenn er es gekauft hat.

00:17:53: Da kannst du gleich mit dem Papa auf den Spielplatz gehen, weil der ist da einfach mutiger als ich und dann kannst du mit dem Klettern gehen und ihr beide macht das miteinander.

00:18:05: groß machen, wie der andere ist und wie das dem Kind dient.

00:18:09: Absolut.

00:18:09: Kleiner Bonus wäre noch dabei drauf zu achten, dass du dich nicht selber abwertest.

00:18:13: Also ich sag's, hergehme im Papa zum Spielplatz, weil mit mir Angsthasen hat das ja keinen Sinn.

00:18:18: Ja.

00:18:18: Das nicht zu sagen, sondern zu sagen, gehme im Papa zum Spielplatz, der ist der Richtige dafür, dass du da mutige Sachen ausprobieren

00:18:24: kannst.

00:18:25: Ja, genau.

00:18:25: Dann machst du dich.

00:18:26: vor dem Kind und auch für dich selber, nämlich nicht klein

00:18:29: an der Stelle.

00:18:30: Weil

00:18:30: das ist ja total gut, weil wenn jetzt der eine Mutiger ist und da haben wir jetzt ja einen Stereotyp genommen, der ja auch häufig passt, eine Mutiger ist der andere Ängstlicher, sind der beide Pole total wichtig.

00:18:41: Weil Übermut tut selten gut, ist ja auch gefährlich, also eine gewisse Vorsicht braucht ich ja auch, deswegen ist es ja

00:18:48: nicht, dass

00:18:48: sie da nicht... das eine nicht abzuwehren, sondern einfach beides so stehen zu lassen, wie es ist und in der richtigen Situation, also immer das passende in der Situation rauszuholen und sich gegenseitig eigentlich so die Zuständigkeit zuzuschieben.

00:19:04: oder eben das eigene Grün zu finden, zu sagen, okay, was ist denn so unsere Marschrichtung?

00:19:11: Wie mutig und wie vorsichtig sind wir denn mit unseren Kindern?

00:19:15: Weil auch da sind Eltern ja total unterschiedlich.

00:19:19: Also es gibt ja Familien, die gehen mit ihren relativ kleinen Kindern Mountainbiken und fahren da, also wir waren da mal irgendwo im Wald, ich weiß gar nicht mehr, wo das war, und haben da so fünf, siebenjährige Kinder über so Schanzen springen sehen.

00:19:34: Also da ist mir ja schon schlecht geworden, wann zu gucken.

00:19:37: Das würden wir nicht, also dafür sind wir beide.

00:19:42: Das

00:19:43: können wir nicht, aber da sind wir.

00:19:46: Und so gibt es halt Familien, da dürfen die Kinder nicht mal Schlittschuhe laufen, weil die es alle zu ängstlich sind.

00:19:54: Also ich glaube, das ist einfach total unterschiedlich, was da auch in jeder Familie so das Grün auch ist, sozusagen.

00:20:02: Und das gilt es halt auch zu entwickeln.

00:20:06: Und eben dann zu den Eltern zu gehören.

00:20:10: Also ich wünsche mir, dass du Jetzt schon oder bald zu den Eltern gehören kannst, die einfach eine total hohe Meinung davon haben, wie der andere seinen Job als Mama oder Papa macht.

00:20:25: Also du kriegst von mir mal auf jeden Fall eine Eins Plus.

00:20:28: Aber du von mir auch.

00:20:29: Mit dein Sternchen.

00:20:30: Jetzt

00:20:31: versuchst du mich zu toppen.

00:20:32: Genau.

00:20:33: Also das wünschen wir dir, dass du einfach das, wie es der andere macht, bedingungslos gut finden kannst.

00:20:42: In diesem Sinne vielen Dank fürs Zuschauen und Zuchen.

00:20:45: Bis bald.

00:20:45: Bis

00:20:46: zum nächsten Mal.

00:20:46: Alles Liebe.

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